Bronzeskulpturen
Hermès nimmt eine besondere Stellung im Imaginären der zeitgenössischen Kunst ein. Als französisches Luxushaus, dessen visuelle Identität und ikonische Objekte zu wiederkehrenden Motiven der aktuellen Kunstproduktion geworden sind, bewegt es sich zwischen der Hommage an außergewöhnliches Handwerk und der bewussten Umdeutung von Luxuscodes. 1837 von Thierry Hermès als Pariser Sattlerei gegründet und später zu einem der renommiertesten Modehäuser der Welt aufgestiegen, hat es im Laufe der Jahrzehnte ein sofort wiedererkennbares visuelles Vokabular entwickelt, zu dem insbesondere das Seidentuch, die Birkin- und Kelly-Taschen sowie die Sattelnaht als ikonische Elemente zählen.
Diese starke Bildsprache macht Hermès zu einem natürlichen Bezugspunkt für zeitgenössische Künstler, die sich ihrer bedienen wie anderer Symbole der Massenkultur und des Begehrens – ähnlich wie Andy Warhol, der Konsumobjekte siebdruckte, oder Pop-Künstler, die die Konstruktion von Luxus- und Exklusivitätsmythen hinterfragen.
In der zeitgenössischen Malerei und Skulptur erscheinen Hermès-Motive in Kompositionen, die mit der Spannung zwischen der vertrauten Wiedererkennbarkeit dieser universell begehrten Objekte und ihrer künstlerischen Verfremdung spielen – sei es durch Vergrößerung, Fragmentierung oder Neukontextualisierung. Die charakteristischen Hausfarben, leuchtendes Orange und Sattelbraun, tragen wesentlich zur unmittelbaren Wiedererkennung und symbolischen Aufladung dieser Werke bei.
Auf Artsper vereint diese Auswahl zeitgenössische Werke, in denen die Hermès-Welt zu einem kreativen Ausgangspunkt wird und die Fähigkeit eines Luxushauses zeigt, seinen kommerziellen Status zu überschreiten und die zeitgenössische Kunst nachhaltig zu inspirieren.
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