Die Galerie-P6-Berlin freut sich, „The Flow of Being“ zu präsentieren, eine Einzelausstellung mit Werken des in Neu-Delhi lebenden Künstlers Sumit Mehndiratta. Die Ausstellung ist vom 11. bis 20. November 2025 in der Galerie und online über Artsy zu sehen. Die Ausstellung wird mit einer Vernissage in der Galerie-P6 am 10. Oktober von 18:00 bis 21:00 Uhr eröffnet.
Mehndirattas Arbeit ist inspiriert vom allgegenwärtigen Energiefluss – der Lebenskraft, die alles belebt. In seinen Werken verwandelt sich Potenzial in kinetische Energie, Bewegung in Schöpfung. Alles Existierende ist im Fluss, verändert und formt sich ständig neu, und seine Gemälde fangen diesen Rhythmus durch dynamische Gesten und sich entwickelnde Techniken ein.
Durch Tropfen, Ziehen, Verteilen und Ziehen von Farbe über die Oberfläche spiegelt Mehndiratta die Fluidität der Energie selbst wider – spielerisch und doch tiefgründig. Sein Prozess beginnt im Unterbewusstsein, gewinnt Kraft in Gedanken und ergießt sich wie ein Wasserfall durch seinen Körper, wo er sich in Bewegung materialisiert. Er bezeichnet sich selbst als Action Painter und entwickelt Muster durch die Energie seiner Gesten. Wenn ihm die Werkzeuge fehlen, um seine Vision zu verwirklichen, erfindet er neue – und erweitert so den Fluss der Kreativität in den Akt des Schaffens selbst.
Die daraus resultierenden Werke pulsieren vor Vitalität, ihre großen, schwungvollen Striche spiegeln einen Tanz zwischen Künstler und Oberfläche wider. Seine lebendige Palette, tief verwurzelt in den Farben seines indischen Erbes, spiegelt kulturelle Symbolik ebenso wider wie persönliche Bedeutung. Für Mehndiratta fungiert Farbe sowohl als Sprache als auch als Lebensader – Ausdruck von Bewegung, existenzieller Auseinandersetzung und Resilienz, die teilweise durch Kindheitserlebnisse geprägt ist.
Der Praxis des Künstlers liegt das Prinzip zugrunde, dass Energie weder erzeugt noch zerstört, sondern nur übertragen werden kann – von Kraft zu Kraft, von Gefäß zu Gefäß. Dieser universelle Rhythmus, vom Schwingen eines Pendels bis zur Umlaufbahn der Planeten, findet in „The Flow of Being“ seine visuelle Form. Mit jeder Geste fängt Mehndiratta nicht nur die Materialität der Farbe ein, sondern auch die kosmische Kontinuität der Energie selbst.
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