Mit „Figures libres“ (Freie Figuren) vereint die H.D Galerie fünf einzigartige künstlerische Welten, die sich einer offenen, instinktiven und zutiefst lebendigen zeitgenössischen Figuration widmen.
Die Ausstellung präsentiert Werke von Xavier de Vilmorin, Riz Riz Rizz, Robin Obitz, Silvio Mildo und den Low Bros – fünf Künstler, die auf ihre Weise die Rolle der Figur in der zeitgenössischen Malerei erforschen.
Hier ist Figuration niemals statisch. Sie wird zu Sprache, Rhythmus, Erinnerung, Energie. Sie durchdringt Körper, Gesichter, Zeichen, Farben und innere Strukturen. Sie vermittelt ebenso viel von dem, was wir sehen, wie von dem, was wir fühlen.
In Xavier de Vilmorins Werk scheint die Figur einer inneren Welt zu entspringen, einem Raum zwischen Sanftheit, Spannung und Poesie. Seine farbenfrohen Formen bilden sensible, fast mentale Präsenzen, in denen das Intime die Form einer emotionalen Landschaft annimmt.
Bei Riz Riz Rizz wird Malerei zu Bewegung, Dichte, Vibration. Seine Figuren, Szenen und Kompositionen besitzen eine sonnige, freie, fast rituelle Energie, in der die Farbe als Lebenskraft wirkt.
Robin Obitz entwickelt einen unmittelbaren und ausdrucksstarken Bildstil, genährt von Gestik, Instinkt und Erzählung. Seine Werke evozieren eine spontane, direkte Figuration, in der jede Form mit Dringlichkeit hervorzutreten scheint.
In Silvio Mildos Werk ist die Figur von einer rohen und poetischen Intensität durchdrungen. Sein Werk erforscht eine fragmentierte Menschheit, durchdrungen von den Emotionen, Erinnerungen und Spannungen des Alltags.
Christoph und Florin Schmidt, ehemals Low Bros, entwickeln eine grafische Figuration, genährt von Graffiti, Design und digitaler Kultur. Ihre Werke, die zwischen Geometrie, leuchtenden Farben und urbanen Bildern changieren, hinterfragen die Formen des postdigitalen Lebens mit einem Ton, der spielerisch und bittersüß zugleich ist.
Aus diesen fünf Perspektiven bietet „Figures libres“ eine Reise durch die zeitgenössische figurative Kunst: eine ungehemmte, sensible, hybride Form, die Malerei, urbane Kultur, persönliche Erinnerung und kollektive Energie vereint.
Eine Ausstellung, die als Dialog zwischen Künstlern konzipiert ist, die nicht die Realität abbilden wollen, sondern ihre unsichtbaren Kräfte, ihre Farben, ihre Brüche und ihre Impulse offenbaren möchten.
Mehr lesen