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Ölmalerei

Die Ölmalerei ist die wahrscheinlich am häufigsten verwendete und edelste Technik der bildenden Künste. Für Ölgemälde werden Farbpigmente mit trocknenden Ölen wie Leinöl gemischt, wobei mitunter auch Mohn- oder Walnussöl zum Einsatz kommen. Der Bildträger, auf dem gemalt wird, muss zuvor mit einer Grundierung versehen werden, damit die Farbschicht auf dem Untergrund haften kann; ein zusätzlicher Schritt, der für den kreativen Prozess entscheidend ist und auch bedeutet, dass er an viele Arten von Oberflächen angepasst werden kann.

Die Technik trat das erste Mal im Mittelalters in Erscheinung und begann fortan, sich in der westlichen Welt zu verbreiten. Die Weiterentwicklung der Ölmalerei wird oft dem flämischen Maler Jan Van Eyck zugeschrieben, der mit verschiedenen Mischungen experimentiert hatte. Mit der neuen Maltechnik profitierten seine Werke von neuen Transparenzeffekten und eine neue Art der Ästhetik war geboren. Sein Ansatz wurde kopiert und später von anderen flämischen Malern übernommen und weiterentwickelt.

Die Ölmalerei ersetzte die Temperamalerei, bei der Ei als Bindemittel verwendet wurde. Ebenso wurde das Holz, auf dem die Künstler ursprünglich malten, durch Leinenleinwände ersetzt, die ab dem 15. Jahrhundert auf Rahmen und später auf Staffeleien angebracht wurde. Obwohl das Medium bei den Malern sehr beliebt war, hatte es seine Nachteile; seine Bestandteile waren giftig und seine Vorbereitung erforderte ein großes Maß an handwerklichem Geschick im Atelier. Dennoch erfreute sich die Ölmalerei während der Renaissance dank venezianischer Maler wie Tizian oder flämischer Künstler wie Rubens großer Beliebtheit, bevor sie die Niederlande erreichte, die es sich zu eigen machten, allen voran Rembrandt. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wurde die Ölmalerei zum bevorzugten Medium der Neuzeit. Die Ölfarben musste nicht mehr von den Künstlern im Atelier von Hand angemischt werden. dank der Industrialisierung war Farbe bereits vorgefertigt und in Tuben verfügbar. Die Zinntube wurde 1840 in Frankreich auf den Markt gebracht und revolutionierte die Kunstgeschichte, indem sie Impressionisten ermutigte, ihre Pinsel und Farben mit nach draußen zu nehmen und en plein air zu malen. Ein Jahrhundert später wurde die Ölfarbe langsam von der Acrylfarbe überholt, die das Handwerk noch weiter vereinfachte, da sie schneller trocknete.

Bei der Ölmalerei gilt stets das Prinzip "Fett über mager", was bedeutet, dass Farbe mit hohem Ölgehalt (fett) über Farbschichten mit geringerem Ölgehalt (mager) aufgetragen werden sollte, um sicherzustellen, dass das Gemälde länger hält und um Risse zu vermeiden. Die Ölmalerei ist nach wie vor eine weit verbreitete Methode und zahlreiche Kunstwerke werden immer noch mit dieser Technik hergestellt.

Zeitgenössische Künstler beherrschen die Ölmalerei immer noch, vermeiden es aber manchmal, mit ihr auf die gleiche traditionelle Weise zu arbeiten wie im 20. Jahrhundert. Die Leinwand wird oft nicht so vorbereitet, dass ihre Textur unter der Farbschicht zu sehen ist, wie es einige abstrakte Maler getan haben. Jackson Pollock zum Beispiel verwendete zwar Ölfarbe, lasierte seine Werke aber nicht. Er hat seine Leinwände nicht einmal richtig bemalt, da er eine Tropftechnik verwendete; durch Schütteln des Pinsels erzeugte er Farbspritzer auf der Leinwand.

Entdecken Sie auf Artsper zeitgenössische Ölmalerei von bekannten Künstlern wie Arman, Salvador Dali und Robert Combas.

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Was ist das Besondere an der Ölmalerei?

Ölfarben ermöglichen eine sehr effektive Mischung von Farben und Farbtönen. Aufgrund der langen Trocknungszeit kann ein Ölgemälde noch Tage nach dem Auftragen der Farbe verändert werden. Mit Ölfarben lassen sich außerdem Präzision und eine ganze Reihe von visuellen Effekten erzielen.

Was ist der Unterschied zwischen Öl- und Acrylmalerei?

Öl- und Acrylfarben werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Während Ölfarben aus Pigmenten bestehen, die in trocknenden Ölen suspendiert sind, sind Acrylfarben auf Wasserbasis hergestellt. Der Hauptunterschied zwischen den beiden besteht darin, dass Acrylfarben mit Wasser verdünnt werden können und schneller trocknen als Ölfarben.

Ist Ölmalerei einfacher als Aquarellmalerei?

Bei der Arbeit mit Ölfarben ist es leichter, Fehler zu korrigieren, da sie deckkräftiger sind als Aquarellfarben und leicht von einer Oberfläche abgekratzt werden können.