Bronzeskulpturen
„Die Übersetzung von Klang und Stille in die haptische Schönheit von Carrara-Marmor.“ Seine eleganten Formen entstehen durch Subtraktion – ein Prozess des Zuhörens auf den Stein, anstatt ihm eine Form aufzuzwingen.
Ege Kolcu (geb. 1994 in Istanbul) ist eine zeitgenössische Bildhauerin, die in Carrara, Istanbul und Bodrum lebt und arbeitet. Als gehörlose Künstlerin nähert sich Kolcu der Bildhauerei mit einem ausgeprägten visuellen und taktilen Empfinden und übersetzt die unsichtbaren Konzepte von Klang, Stille und menschlicher Wahrnehmung auf wunderbare Weise in physische Form.
Kolcus Werk, das vorwiegend mit Carrara-Marmor, Bronze und Stein arbeitet, bewegt sich zwischen Abstraktion und der Darstellung der menschlichen Figur. Seine eleganten Formen entstehen durch Reduktion – ein Prozess, bei dem er dem Stein zuhört, anstatt ihm eine Form aufzuzwingen. Kolcus Arbeiten erkunden häufig Schwellen: die Spannung zwischen Körper und Leere, Gewicht und Schweben, Präsenz und Verschwinden. Wiederkehrende Motive wie offene Rahmen, Hände und architektonische Fragmente suggerieren sowohl Begrenzung als auch Befreiung.
Konzeptionell zurückhaltend und tief in der Materialdisziplin verwurzelt, widersetzen sich seine Skulpturen dem Spektakel und propagieren die Stille als aktive Kraft. Durch Oberfläche, Schwerkraft und Proportion schafft Kolcu Räume, in denen Stille sichtbar wird und Form als poetische Spur des Weggenommenen fortbesteht.
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