klossart.com präsentiert „Bad Beautiful“, eine Ausstellung des ukrainischen Künstlers Robert Saller. Diese eindrucksvolle Serie entstand 2009 und untersucht das Paradox der Schönheit, wenn sie in den Gesichtern derer erscheint, die mit Gewalt, Berühmtheit und moralischem Verfall in Verbindung gebracht werden.
Saller konfrontiert den Betrachter mit beunruhigenden Kontrasten: das weit verbreitete Kindheitsporträt von Wladimir Uljanow (Lenin) im Kontrast zu seinem körperlichen Verfall im späteren Leben; Mary Bell und Nevada-tan, zwei Kinder, die mit Mordtaten in Verbindung gebracht werden; Adolf Hitler und Osama bin Laden, deren Namen bis heute für Zerstörung stehen. Der ursprüngliche Zyklus umfasste auch Darstellungen von Wassyl Kulyk, Bonnie und Clyde sowie Gary John Wayne; einige dieser Werke befinden sich heute in Privatsammlungen.
Die mit Walzen, Schablonen und Acrylschichten ausgeführten Gemälde spiegeln die Bildsprache der Druckgrafik und der Pop-Art wider. Ihre flachen Oberflächen und ihre grafische Unmittelbarkeit erinnern an Propaganda, doch hier wird die Wiederholung ihres Glamours beraubt und enthüllt dunklere kulturelle Mythen, in denen Anziehung und Abstoßung aufeinandertreffen.
Der Titel der Serie stammt von einer Zeile aus Lewis Carrolls Alice im Wunderland:
„Es wäre ein schrecklich hässliches Kind geworden; aber es ist ein ziemlich hübsches Schwein.“
Diese ironische Bemerkung spiegelt das zentrale Paradoxon von „Bad Beautiful“ wider – Schönheit, wo sie nicht sein sollte, und Hässlichkeit, wo wir Unschuld erwarten.
Die Werke der Ausstellung sind mit jeweils 6.660 Euro gelistet – eine provokante Geste, die die konzeptionelle Note der Serie unterstreicht. Die Preise sind offen für Gespräche mit Sammlern, die bereit sind, sich auf die schwierigen, faszinierenden Themen einzulassen.
„Bad Beautiful“ fordert die Betrachter dazu auf, die Bilder, die wir konsumieren, zu überdenken: Was wir glorifizieren, wenn wir ein Gesicht wiederholen, wie Unschuld auf das Berüchtigte projiziert wird und warum Schönheit so oft Gewalt maskiert.
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