Die Ausstellung „Musikkompositionen“ zeigt eine Reihe von Wandskulpturen/Reliefs, die George Koutsouris während seines Aufenthalts bei den Danish Art Workshops von August bis Oktober 2023 schuf.
In diesen komplexen Werken koexistieren verschiedene Holzstücke mit zahlreichen sich überlappenden Saiten und schaffen so „abstrakte“ dreidimensionale Gemälde/Reliefs, die auf Musikinstrumente und musikalische Symbole verweisen. Die Idee zu diesen Wandskulpturen entstand 2021, als Koutsouris die Endrunde des Wettbewerbs für ein dauerhaftes Werk für die neue Musikschule im dänischen Rødovre erreichte. Sein Vorschlag sah ein fünf Meter langes Relief vor, das aus denselben Materialien – Holz, Saiten und Stahlkomponenten – bestehen sollte. Der Vorschlag gewann den Wettbewerb nicht, brachte Koutsouris aber auf die Idee, kleinere, fertige Werke zu entwickeln, in denen er die Möglichkeiten, die technischen Herausforderungen und ihre visuelle Wirkung erkunden konnte.
Koutsouris hat in der Vergangenheit kinetische oder interaktive Musikinstrumente und Klangskulpturen geschaffen. Dieses Mal versucht er jedoch, Klang und Musikalität rein visuell darzustellen, in Skulpturen, die statisch, nicht interaktiv und stumm sind, aber dennoch die gesamte Dynamik und Spannung der Musikliteratur offenbaren. Es wurden verschiedene Saitenarten (Stahl, Messing, Kupfer usw.) verwendet, die auf verschiedene Musikinstrumente verweisen, nun aber als visuelle Linienelemente fungieren, mit denen Koutsouris auf seine dreidimensionale Holzleinwand malt.
Für dieses Projekt nutzte Koutsouris viele der in der Holzabteilung der Dänischen Kunstwerkstätten verfügbaren Maschinen, um Massivholz zu bearbeiten und die überlappenden Figuren auf seinen Reliefs zu gestalten. Um hochwertige, dünne Holzstücke zu erhalten, fertigte er sogar sein eigenes Sperrholz von Grund auf neu an, indem er Holzfurnierplatten zusammenpresste. Die Reliefs wurden zunächst am Computer entworfen und angeordnet, an der CNC-Maschine zugeschnitten und für die endgültige Veredelung und individuelle Komposition weiterverarbeitet.
Das Projekt wurde in den Dänischen Kunstwerkstätten realisiert und teilweise vom Statens Kunstfond gefördert.
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