Die Leinwand öffnet sich wie ein Vorhang aus farbigen Partikeln, ein Regen von Fragmenten, die in einer klaren Luft zu schweben scheinen. Die dicken Tupfer, platziert mit fast meditativer Präzision, bilden eine Landschaft sanfter Vibrationen. Die Farben stoßen nicht an: sie setzen sich ab, leicht, wie Blütenblätter, die von einer Brise getragen werden.
Der blaue Hintergrund ist nicht länger eine dunkle Tiefe: er wird zu einem Durchgangsblau, einem Blau, das das Licht durchlässt. Die rosa, gelbe, türkis und grünen Glanzlichter breiten sich aus wie Schimmer, die nach ihrem Platz suchen. Man spürt eine Klarheit, die entsteht, eine Öffnung. Nichts ist noch fest, aber alles richtet sich in Richtung des Leuchtenden.
Der etwas dunklere, dezente Ton wirkt wie ein Schattenwurf – nicht als Bedrohung, sondern als Relief. Er verleiht der Leinwand ihr Gleichgewicht, ihren Atem, ihren Anker. Er erinnert daran, dass selbst im Licht eine Schwelle, ein Wendepunkt, existiert.