Die BAT Alberto Cornejo Gallery präsentiert eine neue Ausgabe ihres Programms „Diálogos“, einer seit 2016 bestehenden Reihe. In dieser neunzehnten Ausgabe wird die Ausstellung „Stopping the Gaze“ mit Werken von Borja Barrajón und Teresa Carneiro gezeigt. Der visuelle Dialog bewegt sich zwischen Figuration und Abstraktion, wobei die Geometrie als roter Faden dient, der Atmosphären erzeugt und Emotionen weckt.
Mit besonderem Augenmerk auf Details erforscht Borja Barrajón in seinen Skulpturen das Verhältnis von Geometrie und formaler Ästhetik. Jedes Werk bietet ein sinnliches Erlebnis, das vom Objekt und dem Licht bestimmt wird. Durch präzise Kompositionen regen die Arbeiten zur Reflexion über die Ordnung der Elemente, die Bedeutung der Leere und die Wichtigkeit der Präsenz an. Gleichzeitig aktivieren die konstruktiven Herausforderungen jeder Skulptur Sinneswahrnehmungen und fördern einen direkten Dialog mit dem Betrachter.
Teresa Carneiro hingegen erforscht in ihren Werken den Augenblick, in dem das Bild aus der Dunkelheit auftaucht. Sie evoziert die erste Geste des Kinos und macht diesen Übergang zu einer Metapher für das Bewusstsein. Ihre weiblichen Figuren, die an Charaktere aus einem Stummfilm erinnern, bewohnen subtile, geometrische Hintergründe, die als mentale Bühnen fungieren – eine Art emotionale Architektur, in der sie zwischen Klarheit und Verschwinden schweben. Jedes Gemälde wirkt wie ein Rahmen, in dem zurückhaltende Gesten und Blickwechsel Erinnerung und Verdopplung andeuten, die Zeit auflösen und die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Selbst und Anderem verwischen.
Die Werke von Borja Barrajón und Teresa Carneiro laden den Betrachter gemeinsam zum Innehalten und Betrachten ein. Skulptur und Malerei verschmelzen zu einem Raum, in dem Form, Licht und Geometrie Empfindungen erzeugen, die die Erfahrung über den Augenblick hinaus erweitern.
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