Vier Künstler, deren Ansätze zwar unterschiedlich, aber dennoch komplementär sind, erkunden einen gemeinsamen Reibungspunkt: Wo Form zu Gedanke, Materie zu Erinnerung wird und Menschlichkeit zwischen Präsenz und Abstraktion zum Vorschein kommt. Malerei und Skulptur treten in einen Dialog in einem Raum der Metamorphose, in dem nichts beständig ist und der Blick des Betrachters ständig gefesselt wird.
Franceleine Debellefontaine reduziert die Form auf ihr Wesen; durch Reinheit, Stille und die Präzision der Leere evoziert sie eine spürbare Präsenz.
Franck Turzo arbeitet schließlich mit einem von Gesten geprägten Material: Aus der Abstraktion entstehen menschliche oder tierische Figuren, als wären sie aus dem Volumen extrahiert.
Jérôme Royer malt schwebende Gesichter: flüchtige Erscheinungen, die zwischen Traum und Wahrnehmung oszillieren und uns einladen, das Gesehene zu hinterfragen.
Ronnie Jiangs Werk zeigt den Körper fragmentiert, neu zusammengesetzt und durch eine ironische und kühne Linie aufgebrochen. Seine Figuren, irgendwo zwischen Realismus, Kubismus und Grafikdesign angesiedelt, spiegeln die Widersprüche einer Gesellschaft im Selbstzerfall wider.
Gemeinsam bieten sie eine Reise durch die Realität im Wandel, ganz im experimentellen und zeitgenössischen Geist der Galerie 59 Rivoli: ein immersives, verstörendes und anregendes Erlebnis, das eine einfache, aber beständige Frage aufwirft: Wie kann Kunst, indem sie die Realität transformiert, besser zum Ausdruck bringen, wer wir sind?
Galerie 59 Rivoli, 1. Arrondissement Paris
Dienstag bis Sonntag: 13:00–20:00 Uhr
Montags geschlossen
Eröffnung: 7. März 2026, 16:30–22:00 Uhr
Schließung: 13. März 2026, 18:00–22:00 Uhr
5. März: Verlängerte Öffnungszeiten der Galerie 59 bis Mitternacht
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