Villa del Arte freut sich, eine Kollektion des baskischen Künstlers Jon Errazu präsentieren zu dürfen. Obwohl er in Barcelona lebt, zieht es ihn immer wieder in die Berge und Landschaften seiner Geburtsheimat, des Baskenlandes. Der Norden Spaniens zeichnet sich durch sein oft bewölktes und regnerisches Wetter, aber auch durch seine wunderschönen Berge und grünen Naturlandschaften aus. Diese Region war im Laufe der Geschichte schwer zu erobern, was ihren Bewohnern die Entwicklung ihrer eigenen Kultur, Mythologie und Bräuche ermöglichte. Noch heute unterscheiden sie sich vom Rest Spaniens und verbindet ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl.
Jon Errazu blickt zurück in seine Heimat und malt aus seinen Erinnerungen und seinem Herzen. Mit chinesischer Tusche und Acrylfarbe in seiner charakteristischen monochromen Palette erkundet er die Stille, die Ruhe und die natürliche Schönheit der baskischen Berge. Er lädt uns ein, die Majestät der Natur, die geheimnisvolle Schönheit seiner Berge, tiefschwarzen Seen und Horizonte zu betrachten.
Errazu findet Inspiration in verschiedenen Kunstrichtungen. Seine Gemälde bestehen aus wenigen Elementen, die mit Intensität und Texturen dargestellt sind, welche ihnen Charakter verleihen und den Betrachter zum Nachdenken anregen: Ist es ein Berg oder ein Fels? Sehe ich einen Pfad oder den Himmel? Es gelingt ihm, figurativen Expressionismus mit abstraktem Minimalismus zu verbinden und so das Feste mit dem Flüssigen zu verschmelzen: Gewaltige Berge und gewaltige Seen erscheinen als zarte Augenblicke einer feinfühligen Seelenstimmung.
Wie der Nebel, der seine Leinwände umhüllt, hüllen wir uns in Stille und Kontemplation. In dieser Ausstellung spricht Errazu, der Geologe und Künstler, zu uns von uralten Fabeln und großen, unbekannten Legenden, von Geheimnissen, die im weißen Nebel verborgen liegen, von einem orientalischen Gedicht voller Gelassenheit und Akzeptanz.
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