Bronzeskulpturen
Wim Delvoye ist ein belgischer bildender Künstler, der 1965 in Wervik in Westflandern geboren wurde. Heute lebt und arbeitet er in Gent.
Wim Delvoye ist ein Künstler, der schockiert und herausfordert. Er vermischt Themen und Gegenstände, wobei er sich mit Politik, Religion, Sexualität, gesellschaftlichen Problemen und anderen Themen auseinandersetzt. Einem breiten Publikum wurde er im Jahr 2000 mit der Erschaffung des Cloaca bekannt. Der Cloaca, oder "Kackmaschine", ist ein wissenschaftliches Labor, das das System nachbildet, das bei der Verdauung am Werk ist. Wenn man Nahrungsmittel in den Cloaca einführt, kommen am Ende der Kette Exkremente heraus. Wim Delvoye hinterfragt auf diese Weise die Konsumgesellschaft und hat sich als unumgänglicher Künstler auf der Bühne der zeitgenössischen Kunst in Belgien etabliert. Als Künstler des täglichen Lebens hat er zahlreiche andere Maschinen und Darstellungen vorgeschlagen.
Seinen letzten polemischen Auftritt hatte er 2010 im Musée d'art moderne et d'art contemporain (Mamac) in Nizza. Damals zeigte er seine Ausstellung "Dessins et maquettes" (Zeichnungen und Modelle), die die Kreuzigung und die gotische Architektur zum Thema hatte. Unter seinen Werken und Errungenschaften befinden sich auch sieben tätowierte tote Schweine. Der Künstler hatte sie auf einem Bauernhof in der Nähe von Peking aufgezogen. Als sie noch Ferkel waren, ließ er sie betäuben und über die gesamte Länge ihres Hinterteils tätowieren. Die Schweine entwickelten sich dann nach Belieben und wurden auf der chinesischen Farm unter guten Bedingungen gepflegt. Nachdem sie gestorben waren, ließ Wim Delvoye sie verbürgerlichen und für die Ausstellung nach Frankreich zurückbringen. Er möchte eine Debatte über die Konsumgesellschaft und die Ausbeutung von Tieren anregen. Das Experiment war kontrovers und der belgische Künstler zog den Zorn mehrerer Tierschutzorganisationen auf sich, insbesondere den von Brigitte Bardot. Am Tag der Eröffnung des Museums warteten Demonstranten vor dem Eingang auf ihn.
Wim Delvoye bezeichnet sich selbst als regionalistischen Künstler. Als Verfechter des Handwerks erforscht und hinterfragt er die Wurzeln seiner eigenen Kultur. Der Künstler bleibt in seiner Region verwurzelt, und seine Kunst ist untrennbar damit verbunden.
Seit kurzem erkundet er die neue Welt der modernen Technologien, insbesondere durch seine Arbeit mit 3D-Druck und Laserschnitt.
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