Bronzeskulpturen
ANTON kommt aus der Graffiti-Szene und hat sich seither vielen künstlerischen Praktiken geöffnet, wobei er eine besondere Vorliebe für Metallarbeiten besitzt.
Antonin Voisin, auch bekannt als Anton, wurde am 21. April 1972 in Paris geboren.
Von 1987 bis 2000 praktizierte er Graffiti an den Mauern und Dächern von Paris. 2001 lernte er den Bildhauer Philippe Björn kennen, der ihn in die Welt der monumentalen Bildhauerei einführte. In Zusammenarbeit mit Björn schuf er mehrere Projekte für den öffentlichen Raum und experimentierte dabei mit lebenden Pflanzen als Material: den Hängenden Obstgarten, den Vertikalen Gemüsegarten, den Bondage Garden und später diverse Soloprojekte, darunter eine mobile Orangerie in Form eines Schiffscontainers.
„Pflanzen sind Zeugen meiner Experimente, mit denen ich das Paradoxon des Stadtlebens inszeniere. Sie sind Artefakte, die aus dem Zusammenspiel scheinbar gegensätzlicher Formen und Materialien entstehen und neue Situationen schaffen. Lebewesen etablieren sich und entwickeln aufgrund ihrer Umwelt vielfältige Formen. Opportunistische und oft robustere Pflanzen nutzen diese Etablierung aus und breiten sich invasiv aus. Dann greift ein anderes Lebewesen ein: der Mensch, der auswählt, sortiert, beschneidet oder die Dinge aus Neugier einfach wachsen lässt.“ Der Mensch, hin- und hergerissen zwischen Natur und Zivilisation. Der Mensch, der die Natur zähmen und sich zunutze machen will, aber auch der Mensch, fasziniert von der Schönheit und dem Reichtum dessen, was er nicht beherrschen kann. Der urbane Raum bietet einen idealen Ort, um diese Erfahrungen zu verdeutlichen. Der öffentliche Raum ermöglicht es mir, meine Arbeit zu präsentieren und Geschichten zu erzählen, die uns dazu anregen, innezuhalten und in eine wenig bekannte, alltägliche Welt einzutauchen.
Parallel dazu gründete er eine Kooperation mit REONER, um Veranstaltungen im öffentlichen Raum zu organisieren, und schuf Installationen in Pariser Bahnhöfen und auf der Place Carrée für das Festival Nuit Blanche 2009. Diese V3M-Einrichtung bietet seit 2013 jungen Künstlern Residenzen und fördert Autodidakten. Er beherrscht Stahl- und Holzbearbeitungstechniken und arbeitete zudem mit TEURK an verschiedenen Installationen zusammen, darunter das Street-Art-Museum in Sankt Petersburg, Urban Spree in Berlin, Black Market in Paris und Safari Urbain in Toulouse. Er liebt neue künstlerische Experimente, die seinem Werk einen vielseitigen Charakter verleihen.
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