Ralph Gatti
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Ralph Gatti

Frankreich • 1936 - 2005

Biografie

Raph Gatti wurde am 31. Mai 1936 in Nizza in eine Fotografenfamilie geboren. Seine Eltern besaßen ein Geschäft am Place Garibaldi, im Herzen der Stadt.
Durch den frühen Tod seines Vaters und um seiner Mutter im Geschäft zu helfen, erlernte er schon in jungen Jahren alle Techniken der Fotografie. Seine Neugier, seine Sensibilität und sein ästhetisches Empfinden taten ihr Übriges.
Mit achtzehn Jahren ging er im Filmdienst der Armee nach Indochina.
Durch das Fotografieren dieses Landes und seiner Bewohner wurde er sich der Macht des Fotojournalismus bewusst, und dies sollte für seine beruflichen Entscheidungen von entscheidender Bedeutung sein.
Eine schicksalhafte Begegnung ereignete sich 1958. Der Journalist Louis Nucéra aus Nizza suchte dringend einen Fotografen für einen Auftrag. In seinem Atelier, der Villa Paradisio, erwartete ihn der Maler Raymond Moretti zusammen mit dem Journalisten. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine unzerbrechliche Freundschaft und Kameradschaft zwischen den drei Männern – ein Band, das nur der Tod trennen konnte.
Während seiner Tätigkeit als freiberuflicher Journalist für die Zeitung Le Patriote und später für die AFP, wo er 1975 fest angestellt wurde, sammelte Raph zahlreiche Begegnungen und Reportagen, in denen seine „Modelle“ neben seinem weithin anerkannten beruflichen Talent auch seinen Respekt vor Ethik und Menschen, seine Diskretion und sein bemerkenswertes Einfühlungsvermögen entdeckten, das ihn sowohl bei anonymen Bürgern als auch bei Prominenten beliebt machte.
Diese Eigenschaften öffneten ihm viele Türen, insbesondere die der Berühmtheiten und Künstler, von denen es zu jener Zeit an der französischen Riviera viele gab.
Keiner von ihnen hat sein Ziel aus den Augen verloren, sei es in den Bereichen Literatur, Malerei, Musik, Sport, Politik oder Wirtschaft.
Die von ihm hinterlassene Fotosammlung ist beeindruckend und zeugt von einer überaus reichen Periode des kulturellen Lebens an der französischen Riviera.
Jahrzehntelang berichtete er über Großveranstaltungen und Festivals.
Die renommiertesten fanden in Cannes, Juan-les-Pins, Antibes, Nizza, Monaco, Menton und im Département Var, insbesondere in Saint-Tropez, statt.
Die berühmtesten Künstler und die bekanntesten Persönlichkeiten empfingen ihn in ihrem Privatleben, weil sie sicher waren, dass kein Foto ohne ihre Zustimmung veröffentlicht werden würde.
1988 verließ er die AFP und wechselte zu Nice-Matin, wo er seine Tätigkeit für die lokale Tageszeitung fortsetzte.

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