Bronzeskulpturen
Ich biete eine Reise, einen wachen Traum, ohne jemals eine Erzählung aufzuzwingen. Mich interessiert der stille Dialog mit dem Betrachter.
Die in Sizilien geborene und seit ihrer Jugend in Frankreich lebende Francesca Sangiorgi, bekannt unter ihrem Künstlernamen Fragola de la Vega, hat in nur wenigen Jahren ein höchst persönliches Werk geschaffen. Dieses Werk zeichnet sich durch ein kontrolliertes Paradoxon aus, wie in der Ausgabe März/April 2026 festgestellt wurde: „Extreme formale Präzision im Dienste einer bewusst unausgewogenen Welt“, in der die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen.
In diesem in Schwarzweiß gezeichneten und von roten Monden erleuchteten Universum bringt ein stürmisches Meer Fragmente von Kindheitserinnerungen oder Fantasie an die Oberfläche: umherirrende Boote, fliegende Fische, Palmen, üppige Pflanzen, Kriegerinnen oder abenteuerlustige Frauengestalten.
Doch ihre Kompositionen sind auch sehr gelehrt, „durchdrungen von mythologischen, historischen und mitunter literarischen Anspielungen“, erklärt sie. „Es gibt immer Bezüge, selbst wenn ich sie nicht erwähne. Ich biete eine Reise, einen wachen Traum, ohne jemals eine Erzählung aufzuzwingen. Mich interessiert der stille Dialog mit dem Betrachter.“
Fragola de la Vegas Kunst stellt eine Form des sanften, fast ironischen Widerstands gegen Widrigkeiten dar. Sie weckt im Betrachter ein Gefühl von Melancholie und zugleich von Wiedergeburt.
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