Bronzeskulpturen
Verbunden mit der Neuen Schule von Paris entwickelt sich Paul Charlots Stil von einem poetischen und fauves Realismus hin zu einer stark strukturierten Abstraktion.
Paul Charlot (1906-1985) ist ein bedeutender französischer Maler des Nachkriegszeit, eine ikonische Figur der Zweiten Pariser Schule. Schon zu Beginn wurde er von der Kritik für die expressive Kraft seiner Werke gelobt, er entwickelte eine einzigartige Ästhetik an der Grenze zwischen poetischer Figuration und rigoros architektonischer Abstraktion, die heute die anspruchsvollsten Sammler moderner Kunst anspricht.
Eine exzellente Ausbildung und frühe Anerkennung
Schon in den 1930er Jahren etablierte er sich in den großen Pariser Salons (Salon d'Automne, Salon des Tuileries) durch seine Beherrschung der Farbe. Der berühmte Kunstkritiker Waldemar-George lobte ihn als außergewöhnlichen Farbisten und betonte die taktile Poesie seiner Materialien. Seine Werke integrierten sehr früh wichtige öffentliche und private Sammlungen und bestätigten seinen Platz in der Elite der französischen Kunstszene.
Eine meisterhafte künstlerische Laufbahn: von der Materie zum Licht
Seine ersten Gemälde preisen die Natur durch großzügige Impasto und eine lebendige Palette, die vom Fauvismus beeinflusst ist. Die 1950er Jahre markieren einen entscheidenden Wendepunkt, an dem sich seine Praxis radikalisiert. Er komponiert seine berühmte Serie der „Wälder“, dunkle und rigide Architekturen, in denen die Linie den Raum mit einer fast mystischen Kraft strukturiert. Befreit von der Form in den 1960er und 1970er Jahren orientiert sich Charlot zu rein dekorativen Werken. Er entfaltet große Flächen reiner Farben, in denen tiefe Blautöne und leuchtende Rottöne in einer absoluten Lichtharmonie dialogisieren.
Seine aktuelle Wiederentdeckung durch internationale Galerien stellt den Künstler in die Linie der großen Meister der französischen Nicht-Figuration. Das perfekte Gleichgewicht zwischen der Strenge seiner Komposition und der Kühnheit seiner Palette verleiht seinen Gemälden eine meisterhafte visuelle Präsenz, ideal zur Verfeinerung zeitgenössischer Innenräume.
Die Karriere von Paul Charlot ist gespickt mit wichtigen künstlerischen Ereignissen, die seine sofortige Anerkennung durch Gleichgesinnte und die prestigeträchtigsten Institutionen der modernen Kunst bezeugen.
Mitglied des mythischen Salon d’Automne, dem er 1960 in den Vorstand trat, stellt er regelmäßig seine Gemälde auf dem Salon des Indépendants und dem Salon des Tuileries aus, Zentren der Pariser Avantgarde. 1948 erhielt er seine erste große Anerkennung mit einer persönlichen Ausstellung von zwanzig Schlüsselwerken in der Galerie Hermann in Paris, die zu seinem ersten offiziellen Händler wurde und seine wichtigsten Werke bündelte. 1953 erlangte er internationale Anerkennung, als er zur internationalen Ausstellung „Keramik der Meister der zeitgenössischen Malerei“ im Musée des Arts Décoratifs in Lausanne und Zürich eingeladen wurde. Fast dreißig Jahre lang, von 195 bis 1983, veranstaltete die berühmte Galerie Chardin in Paris – ein Zentrum des modernen Kunstmarktes der Rive Gauche – ihre großen persönlichen Ausstellungen, insbesondere die thematische Ausstellung „La Joie de Vivre“ im Jahr 1963 und die Ausstellung zum vierten Jubiläum seiner Malerei im Jahr 1983. Seine Karriere ist auch durch prestigeträchtige museale Ausstellungen geprägt, insbesondere im Musée d'Art Moderne de Paris mit der Gruppe „Évolution“ im Jahr 1959, im Musée des Beaux-Arts von Nancy Seite an Seite mit Jacques Villon im Jahr 1961 und im Musée Despiau-Wlérick im Jahr 1967.
Als ultimativer Beweis für seinen Kulturgutwert und das historische Interesse seines Werkes wurden die Kreationen von Paul Charlot von großen Staatssammlungen erworben. Das Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris bewahrt so Schlüsselwerke aus seinen formalen Studien über die Natur und die Geometrisierung auf, wie seine berühmte farbige Lithographie „Les arbres noirs“, die bereits 195 erworben wurde. Neben seinen musealen Erwerbungen hat der französische Staat das Talent des Künstlers für große dekorative architektonische Integrationen genutzt, wie sein monumentales Wandmosaik für die Cité Universitaire d'Amiens im Jahr 1969.
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