Brigit Ber
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Brigit Ber

Frankreich • 1974

Biografie

Brigit Ber ist ausgebildete Grafikdesignerin und öffnet heimlich, aber sicher eine Lücke im Bereich des Bildes. Fotografie, Video sowie Zeichnen und Gravieren bilden einen Abdruck des Lebens, der in Form von Pseudo-Serendipity zu sehen ist. Brigit Ber's zufällige Entdeckungen sind nichts weniger als ein Weg, um konkret das zu erreichen, was sie sucht. Automatisch oder systemisch ist dort die Linie eingeschrieben, die den Ausdruck eines Spieles des Lebens übersetzt. Ob Licht, Digital, Tinte, Gouache oder Faden, die Linie testet die Spur und die Spur. Auf diese Weise hinterfragt jede Serie von Brigit Ber ihre Herstellungsverfahren bis zur Erweiterung einer Geste. Die erste Serie, die 2002 im Europäischen Salon für junge Kreation in Montrouge und 2002 in der Kunstpunkt Galerie in Berlin und 2003 in der Satellite Gallery in Paris ausgestellt wurde, zeigt eine Reihe von "Nabel", die aus einem fotografischen Korpus gestickt und wo gezeichnet wurden Der Zufall hat dazu geführt, dass ein Siebgewebe auf einen Faden derselben Farbe trifft. Später wird es ein Styropor-Tanz sein, der in Marseille auf dem Asphalt eines Hotels erlebt wird und den Fotografen dazu bringt, das bewegte Bild zu erkunden. Sie trifft Jazz und komponiert visuelle Stücke live mit Gruppen von Musikern (VJing), um eine unmittelbare Begegnung mit dem Publikum zu erleben und die Bilder zu zerlegen, um sie unter anderem im Elysée Montmartre (2005) am Point Éphémère in aufeinanderfolgenden und rhythmischen Schichten zu spielen (2006), auf dem Asphalt von Villette, auf dem Forum des images in Paris, auf der La générale en Manufacturing in Sèvres (2008). Außerdem hört Brigit Ber nie auf, ihre „Bryophyten“ zu zeichnen und zu entwickeln. Eine Serie, die aus dem Zusammentreffen einer sich wiederholenden Geste während der Verarbeitungszeit von Videobildern und einem zufällig auf den Seiten eines botanischen Werks gefundenen Wort entstanden ist. Eine Zeichnung vermehrt sich, gesteuert durch eine automatische Geste ohne referentielles oder bezeichnendes grafisches Modell. Die Serie erstreckt sich auf In-situ-Kreationen und bringt dann die „Pebbles“ hervor, eine Rückkehr zum Design des Motivs, das aus der Begegnung mit der bretonischen Küste hervorgegangen ist. Die Linie bildet die Spur einer mineralischen Küstenlandschaft. Zwischen der Beobachtung und ihrer Übersetzung liegt eine Leere. Und gerade dieser Zwischenraum nährt die Zeichnung hier. (Galerie Catherine und André Hug, Paris 2004; Cité des Sciences et de l'Industrie 2003 und 2005 in Paris) Brigit Ber hinterfragt heute die Verflechtung von Geste und Bild durch alte Prozesse (Tiefdruck, Cyanotypie, Kaltnadel, Linolschnitt, Radierung und Holzschnitt) und zeitgenössisch (digitale Bilder und Videos). Die "Tischdecken", bei denen die Linie in den Mulden einer Bulgomme verläuft, sind wie ein Kinderspiel mit den Schritten einer Computerkartographie. Die "Bäume", fotografische Bilder, die durch eine manuelle Zeichnung übersetzt wurden, bilden ein durchdringendes Netzwerk wie eine Baumstruktur im Netz. Die „Würmer“, Naturgefahren des Küstenvorlandes, werden zu Bildschirmen mit seltsamen Reliefs. Die "Bugs" wandeln Druckerfehler oder Materialstörungen in gezeichnete Stickereien um. Schließlich sind die "Stillleben" oder "Eitelkeiten" ebenso viele Übungen der zufälligen Scharfsinnigkeit, um "Kuriositäten" durch ihren Charakter gleichzeitig natürlich und hergestellt näher zu bringen. Der Künstler sammelt, zeichnet auf, zeichnet und druckt eine einzigartige Welt, in der ein Glastischbein, eine Blume auf eine Qualle, einen Cuttlebone, ein Fossil oder eine Muschel treffen kann. (Galerie Réjane Louin, Locquirec).
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