In diesem eleganten Werk habe ich einen roten Innenraum dargestellt, der gleichermaßen intim und instabil wirkt. Das abstrakte Klavier erscheint zerbrechlich, in seiner Geometrie fast architektonisch, als könne es jeden Moment verschwinden.
Ein minimalistischer Kristalllüster ist auf sein Wesen reduziert, wie eine schwebende Idee von Luxus, nicht der Luxus selbst. In die Wand füge ich einen scharfen weißen Schnitt ein – einen Riss in der Oberfläche –, aus dem zwei rote Farbtropfen fließen und Assoziationen mit Blut hervorrufen.
Die Komposition basiert auf Spannung: zwischen Kontrolle und Emotion, Stille und Wucht, Eleganz und Gewalt. Mich interessiert, wie minimalistische Formen dennoch Intensität transportieren können und wie der Raum emotional aufgeladen bleibt, selbst wenn er auf essentielle Linien und Farbflächen reduziert ist.
Dieses Werk existiert in einem Zustand bewusster Unvollständigkeit – einer visuellen Pause, in der Bedeutung eher angedeutet als erklärt wird.