Die Ausstellung „Landschaft als Präsenz“ präsentiert eine Auswahl an Gemälden des ukrainischen Künstlers Borys Serdiuk, dessen Werk die Natur als dynamische, emotionale und vielschichtige Umgebung erforscht.
Serdiuks Landschaften sind keine passiven Ansichten, sondern lebendige Strukturen – Sonnenblumenfelder, Flussufer, Wälder, winterliche Weiten, Dorfwege und stille ländliche Szenen, die sich zu bewegen, zu atmen und auf die Anwesenheit des Betrachters zu reagieren scheinen. Seine Gemälde vermitteln nicht nur das Erscheinungsbild der Natur, sondern auch ihre innere Energie und ihren Rhythmus.
Mit dichtem Farbauftrag und ausdrucksstarken Spachtelstrichen schafft der Künstler Oberflächen von reicher Textur und Körperlichkeit. Die Farbe wird zur treibenden Kraft: Tiefe Blautöne, leuchtende Grüntöne, warme Gelbtöne und gedämpfte Erdtöne interagieren und erzeugen ein Gefühl von Bewegung, jahreszeitlichem Wandel und emotionaler Resonanz. Die haptische Qualität der Farbe betont die materielle Verbindung zwischen Land, Erinnerung und menschlicher Erfahrung.
Anstatt konkrete Orte abzubilden, verwandelt Serdiuk vertraute Motive in universelle Landschaften – Orte, die eher in Erinnerung bleiben als beobachtet werden. Selbst Szenen winterlicher Einsamkeit oder weiter offener Landschaften bewahren Wärme und Lebendigkeit und vermitteln so Widerstandsfähigkeit, Kontinuität und stille Stärke.
„Die Landschaft als Präsenz“ lädt die Betrachter ein, die Natur nicht als Hintergrund, sondern als aktive Präsenz zu erleben – einen Raum, in dem Textur, Farbe und Erinnerung zu einer kraftvollen Bildsprache zeitgenössischer ukrainischer Malerei verschmelzen.
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