Bronzeskulpturen
Luka Manjgaladze ist ein georgischer Künstler, geboren 1995, der in Tiflis lebt und arbeitet. Weitgehend autodidaktisch malt Manjgaladze seit seiner frühen Kindheit und gehörte mit dreizehn Jahren zu den ersten, die Street Art nach Georgien brachten. Er studierte an der Georgischen Kunstakademie, bevor er diese verließ, um seinen eigenen Weg zu gehen. Manjgaladzes Gemälde sind dicht, überladen und lebendig. Figuren, Symbole und Ornamente drängen sich auf der Leinwand aneinander – sakral und grotesk, zeremoniell und absurd zugleich. Seine Motive bewegen sich zwischen Ritual und Bruch: ein von Pfeilen durchbohrter Körper, der eher triumphierend als besiegt wirkt, ein Skelett, das an einem Esstisch sitzt, als gehöre es dorthin, Soldaten in Tempelwänden. Das Dekorative ist in seinen Werken nie nur Dekoration. Muster haben Gewicht. Humor birgt Bedrohlichkeit. Manjgaladze arbeitet hauptsächlich mit Öl auf Leinwand, gelegentlich auch mit Acryl und Mischtechniken, und erschafft Welten, die sich gleichzeitig archaisch und ganz eigenständig anfühlen. Seine Leinwände sind weniger Kompositionen als vielmehr Kollisionen – solche, die beides prägen. Etwas Theologisches drängt sich gegen etwas Kriminelles. Etwas Zartes drängt sich gegen etwas, das kein Interesse an Zartheit hat. Die Bilder lösen sich nicht auf. Sie häufen sich an, wie Obsessionen, wie ein Leben, das in voller Intensität und in alle Richtungen gleichzeitig gelebt wird. Er wechselt zwischen Phasen totaler Versenkung – vierzehn Stunden am Tag im Atelier, lesend, beobachtend, lauschend, arbeitend, die Außenwelt reduziert auf Treibstoff – und Phasen, in denen er mit gleicher Intensität jenseits der Leinwand lebt. Der Drang zu malen ist nie ganz verschwunden. Er kehrt wie ein Urteil zurück. Seine Figuren tragen die Last jeder Tradition, die er je in sich aufgenommen hat, ohne sich einer von ihnen vollständig zugehörig zu fühlen. Sie sind nach allem und vor dem Nichts – gefangen im schwebenden Moment eines Bildes, das weiß, dass es beobachtet wird und sich weigert, sich zu erklären. Farbe in seinen Werken beschreibt nicht; sie erzeugt Druck. Ornament schmückt nicht; es argumentiert. Das Heilige und das Groteske koexistieren in diesen Gemälden nicht friedlich. Sie brauchen einander, so wie Gegensätze es insgeheim immer tun.
Wählen Sie Ihre Einstellungen aus.
The best
of art, online
ANMELDEN - REGISTRIEREN
Passwort vergessen?
Keine Sorge! Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein. Dann bekommen Sie eine E-Mail, um Ihr Passwort zurückzusetzen.
RückgabeLaden Sie ein Bild hoch und entdecken Sie ähnliche Werke auf Artsper