Niño, 2020
Gemälde : Collage, Mischtechnik · 96 x 66 x 1 cm 37.8 x 26 x 0.4 inch
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Über das Kunstwerk
Typ
Gemälde : Einzigartiges Kunstwerk
Zustand
Kunstwerk in einwandfreiem Zustand, nicht gerahmt
Echtheitsprüfung
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Signatur
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Technik & Träger
Abmessungen ( cm • inch )
96 x 66 x 1 cm 37.8 x 26 x 0.4 inch Höhe × Breite × Tiefe
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Beschreibung
In „Niño obra de Zeta Yeyati“ begegnet uns mehr als nur einem Kinderporträt. Wir entdecken eine poetische Komposition, in der die zentrale Figur – ein stilisiertes Kind mit eindringlichem Blick – zum Protagonisten einer Szene voller Nostalgie und Symbolik wird. Das 66 x 96 cm große Werk, eine Mischtechnik auf Papier, vereint Acryl, Schablone und Collage zu einer visuellen Welt, die gleichermaßen intim und universell wirkt. Die Figur ist mit wenigen Strichen umrissen und entfaltet sich in einem freien Kompositionsraum, in dem sich blaue, orange, schwarze und graue Töne zu einer strukturierten Tiefe überlagern. Das Kind ist hier nicht bloß eine Figur, sondern ein Symbol für Beständigkeit, Verspieltheit und emotionale Wahrheit. Ganz im Sinne von Yeyatis künstlerischer Philosophie besteht das Werk aus unkonventionellen Materialien und ausrangierten Elementen und bekräftigt damit, dass Kunst das, was die Konsumkultur hinterlässt, zurückgewinnen und ihm neuen Wert verleihen muss. „Niño obra de Zeta Yeyati“ besticht durch Humor, Nostalgie und Fantasie. Ausdrucksstarke Linien, grafische Elemente und malerische Gesten entführen den Betrachter in eine stille Geschichte aus einer längst vergangenen Zeit.
Kindheit als visuelle und emotionale Welt
Zeta Yeyati, geboren 1965 in Burzaco, ist ein bildender Künstler, der ausrangierte Materialien in Werke von poetischer Tiefe verwandelt. Obwohl er vor allem für seine Musik bekannt ist, liegen seine kreativen Wurzeln in der bildenden Kunst. Schon als Kind beschäftigte er sich mit Zeichnen und Holz und entwickelte so eine eigene Bildsprache, in der das Übersehene durch künstlerische Gesten Bedeutung erlangt. Sein Werk entspringt einer Sensibilität, die die emotionale Resonanz alltäglicher Materialien wiederentdeckt.
„Niño obra de Zeta Yeyati“ als visuelles Manifest künstlerischer Freiheit
In „Niño obra de Zeta Yeyati“ finden wir das Wesen seines kreativen Prozesses: spontan, fließend und frei von Konventionen. Seine autodidaktische Ausbildung, ergänzt durch Workshops bei Meisterkünstlern, hat ihn zu einem einzigartigen, auf Entdeckung basierenden Stil geführt. Er sammelt Materialien von Straßenecken, Flohmärkten oder Müllcontainern und verwandelt sie in visuelle Poesie. In diesem Gemälde erscheint das Kind, umgeben von symbolischen Spuren der Erinnerung, der Zeit und der Fantasie. Hybride grafische und bildnerische Sprachen koexistieren harmonisch. Die Augen der Figur, der Fokus des Werkes, fordern uns auf, uns zu erinnern, nach innen zu blicken und uns mit dem Kind zu verbinden, das wir einst waren.
Ein Porträt, das Erinnerung in ein lebendiges Bild verwandelt.
Was „Niño obra de Zeta Yeyati“ so kraftvoll macht, ist nicht nur seine ästhetische Schönheit, sondern seine emotionale Resonanz. Es ist nicht nur ein Kind, sondern eine universelle Figur der Kindheit. Das Werk lädt uns ein, innezuhalten, es mit Zärtlichkeit und Neugier zu betrachten und im Alltäglichen die Spur des Bleibenden zu entdecken. Mit ausdrucksstarken Farben, minimalistischen Linien und emotional aufgeladenen Texturen schenkt uns Yeyati ein Werk, das gleichermaßen nostalgisch und lebendig gegenwärtig wirkt. Niño obra de Zeta Yeyati eröffnet einen stillen Dialog mit dem Betrachter und lässt uns darüber nachdenken, was von diesem Kind in uns allen übrig geblieben ist.
Präsentation
Zeta Yeyati (Burzaco, 1965) ist ein bildender Künstler, der Recycling in eine poetische Sprache und vergessene Materie in einen Akt ästhetischer Erlösung verwandelt hat. Obwohl ihn das Publikum als Musiker in Projekten wie Los Intocables, La Mississippi oder Babel Orkesta kennengelernt hat, liegen seine wahren kreativen Wurzeln in der bildenden Kunst. Visueller Ausdruck war sein erstes Terrain. Vor den Akkorden kam die Zeichnung. Vor den Bühnen kamen ineinander verschränkte Baumstämme.
Als rastloser und sensibler Autodidakt besuchte Yeyati Workshops bei Persönlichkeiten wie Antonio Pujía, León Ferrari und Diana Aisemberg, doch seine Arbeit folgt keiner formalen Schule. Er bewegt sich frei zwischen Keramik, Collage, Schablonenmalerei und Assemblage. Seine Ästhetik nährt sich von dem, was andere wegwerfen: Straßenplakate, Eisenreste, Möbelbeine, Bronzen und gealtertes Holz. Ein Müllcontainer war sein erstes Museum. Dann kamen Flohmärkte, auf denen er bis heute Reste für seine Unikate sammelt.
In seinen Werken koexistieren Hunde, Vögel, Musiker, Königinnen, Pferde und Zauberer, als entstamme jede Figur einer Geschichte, die älter ist als das Objekt selbst. Sein Repertoire ist bevölkert von Figuren, die mit der Kraft eines luziden Traums aus der Collage aufsteigen. Er versucht nicht, die Realität zu imitieren, sondern Fragmente davon wiederzubeleben. Wie Kurator Rodrigo Alonso seine Kunst beschrieb, ist sie eine „lebendige Philosophie“ – eine Geste, die dem Konsumismus trotzt und die Möglichkeit eröffnet, Vergessenes wiederzubeleben.
Die Farbe – in seinen jüngsten Werken mit beeindruckender Intensität präsent – entstand durch einen inneren Wandel: Seine Begegnung mit Milo Lockett, die nicht nur seine Palette, sondern auch seine Art, sein Universum zu teilen, neu definierte. Seitdem pulsiert Yeyatis Werk mit einer spielerischeren Energie, ohne seine symbolische Tiefe zu verlieren.
Yeyati schafft nicht nur Bilder – er baut eine emotionale Archäologie aus den Überresten des Alltags. Jedes Werk ist eine Geschichte aus Zeit, Erinnerung und Verschwendung; ein Rettungsakt, der der Materie Menschlichkeit zurückgibt. Ausgehend von dieser Geste – zutiefst plastisch und zutiefst menschlich – spricht seine Kunst diejenigen an, die bereit sind, über die Oberfläche hinauszublicken.
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