Chocolate Island, 2025
Ben Labarthe  

Gemälde : Acryl · 100 x 65 x 2 cm 39.4 x 25.6 x 0.8 inch · Aufhängbereit

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Über das Kunstwerk

Typ

Gemälde : Einzigartiges Kunstwerk

Zustand

Kunstwerk in einwandfreiem Zustand, gerahmt, fertig zum Aufhängen

mit Keilrahmen

Echtheitsprüfung

Verkauft mit Echtheitszertifikat des Künstlers

Rechnung des Künstlers

Signatur

Kunstwerk von Hand signiert

Technik & Träger

Abmessungen ( cm • inch )

100 x 65 x 2 cm 39.4 x 25.6 x 0.8 inch Höhe × Breite × Tiefe

Abmessungen des gerahmten Kunstwerks

107 x 72 x 3.5 cm 42.1 x 28.3 x 1.4 inch

Verkauft von

unabhängige*r Künstler*in

Referenzen

Zertifizierter Verkäufer seit 2026

Beschreibung

Dieses Werk erweckt den Eindruck einer schwebenden Mikrowelt, einer autonomen Insel, die wie eine materialisierte Kindheitserinnerung dahinschwebt. Alles wirkt kompakt, dicht, fast gestapelt wie eine umgestürzte Spielzeugkiste, in der jedes Element zum Leben erwacht ist.

Die Architektur ähnelt eher Objekten als Gebäuden: einfache, abgerundete Formen, naive Proportionen. Sie wirken wie Bausteine, Bonbonspender, vergrößerte Figuren. Diese Verschmelzung von Bauwerk und Spielzeug schafft unmittelbar einen gedanklichen Raum: den der kindlichen Fantasie, wo der Maßstab keine Rolle mehr spielt.

Das katzenköpfige Gebäude mit seinem weit geöffneten Maul, aus dem eine überdimensionale Zunge ragt, dient als Tor zu dieser Welt. Es wirkt verspielt und zugleich leicht beunruhigend – eine surreale Pop-Ästhetik, die mit sanfter Groteske kokettiert. Diese Spannung spiegelt sich im Schornstein wider, aus dem eine helle Flamme lodert: ein industrielles Element, das sich in ein fast cartoonhaftes Symbol verwandelt hat, wie ein dreidimensionales Piktogramm.

Besonders interessant ist das Leuchtturm-Aquarium mit seinem niedlichen Totenkopf: Ein Symbol für Gefahr oder Tod, das durch die niedliche Gestaltung harmlos wird. Der Totenkopf wirkt dekorativ, fast liebenswert. Das ist typisch für eine Welt, in der Codes neu gemischt werden – Popkultur, Werbebilder, Maskottchen, Videospiel-Ikonen.

King Kong, in Miniatur und beiläufig neben einer Bananenwerbung platziert, verstärkt diese subversive Logik. Der monumentale Mythos wird zu einem Spielzeug auf einem Dach reduziert. Er bedroht nicht länger; er beobachtet. Die gesamte Insel fungiert als Schaukasten der in der Kindheit aufgesogenen Referenzen.

Die Papierflieger und kleinen, um die Insel schwebenden Blöcke verstärken den Eindruck einer fragilen, provisorischen, fast modularen Welt. Nichts ist fest: Alles kann verschoben, neu angeordnet, neu erfunden werden.

Die leuchtende Farbpalette – mintgrünes Türkis, Bonbonrosa, Zitronengelb, Kirschrot – verstärkt diesen Eindruck künstlicher Süße. Die Farben wirken zuckersüß, als wäre die Insel aus Zuckerwatte. Doch hinter dieser verführerischen Oberfläche verbirgt sich eine erzählerische Dichte: Anhäufung, Sättigung, Gegenüberstellung heterogener Objekte.

Es ist ein Werk, das von der kollektiven Vorstellungskraft erzählt: Werbung, Maskottchen, Geek-Kultur, Kindheitserinnerungen, Kino, Spiele. Eine Miniaturwelt, in der alles hierarchielos nebeneinander existiert, wie im Kopf eines Kindes – oder im Kopf eines Erwachsenen, der nie aufgehört hat zu spielen.

Wir befinden uns eindeutig in einem surrealen Pop-Universum, aber mit einer spürbaren Zärtlichkeit. Es ist kein ängstliches Chaos, sondern ein freudiges Chaos, geordnet durch visuelles Vergnügen und ständige Erfindungsgabe.

Ben Labarthe, Chocolate Island

Ben Labarthe

Frankreich  • 1980

Präsentation

In seinen Gemälden erkundet Ben Labarthe sensible Bereiche, in denen Landschaften zu wahren Schlachtfeldern der Gefühle werden. Er spielt gern mit Komposition und Textur, sein illustrativer Stil verleiht seinen Bildern eine spontane und lebendige Energie. Kräftige Farben, poetische Bildsprache: Alles ist darauf ausgerichtet, die Dynamik des Augenblicks einzufangen. Genährt von urbaner Kultur und der Welt des Manga, schildert sein Werk Erinnerungen oder Geschichten im Entstehen.
Für Ben ist Malerei nicht nur etwas zum Betrachten, sondern etwas zum Erleben. Sie lädt dazu ein, in sie einzutauchen, sich treiben zu lassen, die eigene Interpretation zu entwickeln – wie eine kontemplative Szene, in die eine Intention eingeflossen ist. Nichts ist statisch, alles ist in Bewegung. Und weil er gerne überrascht, geht der Künstler noch einen Schritt weiter: Passend zu seinen Leinwänden bietet er ein immersives Erlebnis. Jedes Kunstwerk ist mit einem QR-Code versehen, der, mit dem Smartphone gescannt, eine Überraschung enthüllt und einen Dialog zwischen dem Gemälde und der digitalen Welt entstehen lässt. Ein weiterer Weg, in sein Universum einzutauchen – Pixel für Pixel.
Durch die Integration von Augmented Reality in seine Leinwände, wie durch eine verborgene Tür, enthüllt der Betrachter das Kunstwerk. Indem er die Animation auslöst, wird er zum aktiven Teilnehmer, interagiert mit dem Werk und erweckt es auf neue Weise zum Leben. Das Bild wird nicht länger nur betrachtet, sondern erlebt. Diese Interaktion hinterfragt unser Verhältnis zur Kunst: Wo beginnt das Kunstwerk und wo endet der Betrachter? Hier treffen beide aufeinander und verändern sich. Es ist kein bloßer Gag, sondern eine unterhaltsame und fesselnde Möglichkeit, den traditionellen Rahmen zu überwinden und dem Kunstwerk ein Stück länger erhalten zu lassen.

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