„Segelschiffe unter Spinnaker in einer Regatta“ zeigt vier große Segelschiffe in voller Fahrt, alle mit gesetzten Spinnakern, in einem engen Finish, bei dem jedes Boot Mühe zu haben scheint, seinen Kurs zu halten. Die Komposition legt den Fokus auf die Dynamik und Spannung des Augenblicks anstatt auf eine beschreibende Erzählung: Die Rümpfe gleiten über die Wasseroberfläche, fast von der Gesamtbewegung absorbiert. Das 2021 entstandene Werk ist ein Ölgemälde, kombiniert mit Papier- und Sandcollagen auf Leinenleinwand, und misst 100 × 81 cm. Das in die Segel integrierte Papier erzeugt zerknitterte und durchscheinende Oberflächen, die das Licht einfangen und die Spannung des im Wind wehenden Stoffes evozieren. Diese Texturen verleihen den Segeln eine lebendige, organische Präsenz, fernab jeglicher figurativer Strenge. Die Ölfarbe ist mit schnellen, energischen Pinselstrichen aufgetragen, wodurch Transparenzen sichtbar werden, die die darunterliegenden Schichten freilegen und das Gefühl der Geschwindigkeit verstärken. Kräftige Farben – Grün-, Rot-, Blau- und Ockertöne – bilden ein harmonisches Gleichgewicht in einer dynamischen Komposition, in der jedes Segel mit den anderen interagiert, ohne die Gesamtharmonie zu stören. Der sparsam und grafisch eingesetzte Sand setzt Texturbrüche, die an den Hauch des Windes und die Turbulenzen der Luft erinnern. Feine, schräge und geschwungene Linien durchziehen den Bildraum, betonen die Richtung der Segel und verleihen der Szene einen beinahe musikalischen Rhythmus. Der bewusst schlichte Hintergrund isoliert die Segelboote im offenen Raum ohne definierten Horizont und lässt dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen. „Segelboote unter Spinnaker in einer Regatta“ zeigt kein Rennen, sondern fängt das Gefühl ein: den Moment der Stille, in dem Geschwindigkeit, Balance und Energie in einer einzigen Bewegung zusammenfließen.