Das Weiße, das Grüne und das Dunkle
Die südlichen und westlichen Gebiete Norwegens mit ihren Küsten, Seenlandschaften und Wäldern unterscheiden sich stark von der schneebedeckten Tundra der Finnmark im Norden oder der arktischen Region im Nordosten. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Lebensrealitäten der Menschen, die dort leben. Das Leben in Oslo und einigen anderen Großstädten unterscheidet sich vom Leben auf dem Land. Die Existenz einer indigenen Volksgruppe, deren Kulturraum Sápmi sich über Norwegen, Schweden, Finnland und Teile Russlands erstreckt, bietet Künstlern andere Themen als die Landschaften der Telemark, die von tiefen Tälern und dunklen Wäldern geprägt sind.
Die Film- und Klanginstallationen sowie die Skulpturen, Textilien und Objekte in »Das Weiße, das Grüne und das Dunkle« bieten den Besuchern Einblicke in die Reflexionen dieser unterschiedlichen Erfahrungen. Viele der Werke konzentrieren sich auf die persönliche Vorstellung des Künstlers von Identität und Heimat, eine Reflexion darüber oder auf klimatische und soziale Veränderungen. Ein weiterer Schwerpunkt der ausgestellten zeitgenössischen Werke sind Beiträge von Künstlerinnen und Künstlern der indigenen Volksgruppe der Samen. Diese Arbeiten untersuchen individuelle und kollektive Erfahrungen im Zusammenhang mit Tradition, Glauben, Diskriminierung und Fremdbestimmung versus Selbstbestimmung.
Kuratorin: Sabine Schirdewahn
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