Guillaume Paul-Loubiere, alias „NEP-“, wurde 1980 in Dreux geboren und lebt und arbeitet heute in Tours. Instinktiv und mit beinahe automatischer Hand erweckt er farbenfrohe oder monochrome Flächen zum Leben, auf denen Linien, Köpfe, Körper und Worte zu interpretationsbedürftigen Welten verschmelzen. Wie eine improvisierte Melodie malt der Künstler, ähnlich wie ein Musiker sein Instrument spielt: Er erzeugt Rhythmen und Töne, indem er sich ganz dem Moment hingibt. Seine mit verschiedenen Techniken und Bildelementen durchsetzten Leinwände transkribieren seine Erinnerungen, Emotionen und sein Unterbewusstsein in reichen, chaotischen und einzigartigen Kompositionen. Acryl, Ölpastell und Sprühfarbe treffen auf der Leinwand aufeinander und lassen dekonstruierte Porträts, dynamische Zeichnungen und „unendlich entzückende Kritzeleien“ entstehen. Die faszinierenden Titel regen, wie die seiner Leinwände, zum Nachdenken an und laden den Betrachter ein, in seine Werke einzutauchen. Sein Werk, dessen neoexpressionistische Ästhetik von der freien Figuration und dem CoBrA-Stil inspiriert ist, steht in der Tradition der Outsider Art.
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