Bronzeskulpturen
Insbesondere die Gravur und die Druckgrafik erlauben es mir, das Unerwartete, das Auslöschen und das Überlagern als so viele Zeichen des Lebens zu begreifen.
Marianne Laës wurde 1977 in Douarnenez (Finistère) geboren.
Die gelernte Malerin hat sich in den letzten zehn Jahren verstärkt der Gravur und Druckgrafik zugewandt. Seit 2019 betreibt sie ihr Atelier in Saint-Pol-de-Léon (29) und konzentriert sich hauptsächlich auf die Anfertigung von Multiples, Installationen und Fotografien.
Parallel dazu entwickelte sie die Herausgabe von Künstlerbüchern und die Zusammenarbeit mit verschiedenen zeitgenössischen Lyrik- und Printmagazinen.
Ihre oft minimalistischen Werke zielen nicht darauf ab, die Welt darzustellen oder abzubilden. Damit knüpft sie an Paul Klee an, für den „Kunst nicht das Sichtbare reproduziert, sondern sichtbar macht“.
Ihr Werk zelebriert eine Form der stillen Präsenz gegenüber der Natur, deren Spuren, Schichten und Metamorphosen ihre Reflexionen und künstlerischen Entscheidungen nähren.
Seine Inspirationsquellen liegen tief in der Pflanzenwelt, sowohl der terrestrischen als auch der marinen, in der Poesie und in der Einfachheit des Alltags.
Sie versteht Kunst als einen experimentellen Dialog mit der Materie, einen Dialog, in dem Raum und Komposition eine grundlegende Rolle spielen, nicht als bloße formale Mittel, sondern als die eigentlichen Bedingungen der sinnlichen Erfahrung, die dem Auge geboten wird.
Die als Freiraum konzipierte gravierte Oberfläche schafft Zonen der Stille, unberührte Bereiche, in denen Weiß niemals passive Leere, sondern aktive Präsenz ausstrahlt. Diese nicht gravierten Flächen sind integraler Bestandteil der Komposition: Sie geben Rhythmen und Pausen vor und ermöglichen es den Formen, sich zu entfalten, ohne sich aufzudrängen.
Zufall und Auslöschung, die sie in ihren kreativen Prozess einbezieht, spielen eine entscheidende Rolle; für sie entsteht das Kunstwerk in einem subtilen Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Hingabe. Das Unvollendete, das Zufällige – wie das Leben selbst – sind untrennbar mit der Intimität ihrer Herangehensweise verbunden und verleihen ihrem Werk eine meditative Dimension.
„Natürliche Elemente – Mineralien, Pflanzen, das Meer – bilden eher ein Forschungsfeld als ein Sujet im engeren Sinne. Ich entnehme ihnen Strukturen, Linien, Spannungen, die ich durch Techniken interpretiere, die eine direkte und physische Beziehung zum Material erfordern. Insbesondere die Gravur und die Druckgrafik erlauben es mir, das Unerwartete, das Auslöschen und das Überlagern als so viele Zeichen des Lebens zu begreifen.“ Marianne Laës
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