Bronzeskulpturen
Was mich interessiert, ist nicht die treue Erinnerung, sondern das, was nach dem Vergessen bleibt: die leichten Spuren, die gedämpften Atmosphären, der Augenblick, der in der Pause zwischen dem, was war, und dem, was sich aufgelöst hat, suspendiert ist.
Mit Geschichtsstudium, spezialisiert auf die Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, habe ich einen großen Teil meiner Jugend in Afrika verbracht, bevor ich mich in Frankreich niederließ, wo ich als Lehrerin tätig war. Im Jahr 2015 überzeugte mich ein entscheidendes Treffen, mich ganz der Malerei zu widmen. Nach dem Ausbruch von Covid bewerbe ich mich für eine internationale Ausstellung, den ersten Schritt in die Ausstellungszirkel. Ich erhalte 2024 und 2025 mehrere Auszeichnungen, darunter die Medaille des Senats und den Preis der Stadt La Rochelle. Im Mai-Juni 2026 stelle ich „Moments suspendus“ in der Galerie Rive de Loire im Château d'Ancenis aus.
Ich male im Atelier, fern vom Motiv. Ich arbeite mit Öl, langsam, durch aufeinanderfolgende Überarbeitungen, Landschaften, die ich aus Fragmenten von Erinnerung, fotografierten und dann vergessenen Bildern, Emotionen, die nur noch die Textur hinterlassen haben, neu zusammensetze. Die Erinnerung ist für mich eine lebendige Materie, durch die das Licht dringt, bricht und enthüllt. Meine Arbeit über die Erinnerung nimmt heute eine entschieden autobiografische Dimension an. Ich entwickle eine malerische Autofiktion aus unvollständigen Erzählungen, Schweigen und Vergessen. Meine Malerei ist ein Versuch, das sichtbar zu machen, was meine Erinnerungen mir verborgen hielten.
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