In seinem Roman Tribulus zollt John Black den Vereinigten Arabischen Emiraten Tribut, indem er ihre Nationalblume – die Tribulus – ausdrucksstark darstellt. Bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit und Fähigkeit, in trockenem Wüstenklima zu gedeihen, wird diese kleine gelbe Blüte zu einem kraftvollen Symbol für Ausdauer, Identität und die stille Kraft des Friedens.
Die Blume dominiert die Leinwand mit ihren leuchtend gelben Blütenblättern, die mit kräftigen, gestischen Strichen umrandet sind. Der Hintergrund ist in tiefem, besinnlichem Grün gehalten, unterbrochen von spontanen roten und weißen Spritzern, die einen rauen, emotionalen Unterton erzeugen. Über dem Gemälde liegt eine transparente Acrylplatte, in die per Laser das Wort „السلام“ (arabisch für „Frieden“) eingraviert ist. Die Schrift schwebt sanft über der Mitte der Blüte, als wäre sie direkt in ihren Kern eingraviert – ein poetischer Hinweis darauf, dass Frieden nicht nur ein äußerer Zustand ist, sondern etwas, das im Herzen Wurzeln schlagen muss.
Der Kontrast zwischen der weichen, organischen Form der Blume und der Präzision der arabischen Kalligrafie ruft einen Dialog zwischen Natur und Kultur, Emotion und Intellekt hervor. Durch diese Verbindung visueller Sprachen bietet Black eine differenzierte Meditation über den Frieden als etwas tief Verwurzeltes, Kulturspezifisches und dennoch universell Erstrebenswertes.
Tribulus ist sowohl Hommage als auch Anrufung – ein Aufruf, Schönheit nicht nur in der Blüte, sondern auch im Überleben und in der spirituellen Bedeutung zu erkennen.