Dies ist „Land des Schnees“, ein Werk, das den Winter nicht darstellt, sondern ihn evoziert. Auf einem tiefen Blau, so dicht wie die Polarnacht, entfalten sich unzählige geschwungene Pinselstriche in leuchtenden Schwärmen – kristallines Weiß, eisiges Blau, schimmerndes Türkis, Blitze aus blassem Gold. Sie fallen nicht: Sie treiben, wirbeln und vereinen sich in einem stillen Fluss, als wolle der Schnee selbst etwas in die Luft schreiben.
Jedes Fragment scheint ein Eigenleben zu führen, einen Atemzug, eine Schwingung zu besitzen. Zusammen bilden sie eine subtile Choreografie, eine kontinuierliche Bewegung, die zwischen Ruhe und Aufruhr oszilliert. Man kann darin die zerbrechliche Schönheit von Schneeflocken erkennen, aber auch die immense Kraft gefrorener Landschaften, diese Spannung zwischen Sanftheit und Unermesslichkeit, die den Winter zu einem Mysterium macht.