Die 193 Gallery freut sich, „The Mystical Point of View“, die dritte Einzelausstellung des neuseeländischen Künstlers Rob Tucker (geb. 1987), in ihren Pariser Räumlichkeiten zu präsentieren.
„The Mystical Point of View“ betrachtet die Landschaft als Raum der Wahrnehmung, nicht der Repräsentation. In dieser Ausstellung artikuliert Rob Tucker eine von taoistischem Gedankengut inspirierte Vision, in der Malerei als ein Weg und nicht als das Erreichen eines Ziels verstanden wird. Was sich auf der Leinwand entfaltet, gehört einer inneren Sphäre an, geformt von Erinnerung, Empfindung und Intuition.
Aus dieser Perspektive entstehen minimalistische Kompositionen und eine intensive Farbpalette, die nach Synthese statt nach Erzählung streben. Linien, Volumen und architektonische Formen scheinen in ständiger Bewegung zu verharren, ohne jemals zur Ruhe zu kommen. Die im Titel anklingende Mystik ist keine Frage des Glaubens, sondern der Achtsamkeit – eine Art, den subtilen Rhythmen der Welt zu lauschen, im Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Befreiung.
Hinter der scheinbaren Einfachheit der Motive verbirgt sich ein komplexer Prozess. Acrylfarbe, fragmentierte Ölkreidereste, verdünnte Flecken und Aquarellstifte werden geschichtet und anschließend unter einem Epoxidharz versiegelt, das die Farben verstärkt und den Oberflächen eine leuchtende, fast flüssige Tiefe verleiht. Die Materialität der Werke wird so zum Raum für einen Dialog zwischen dem Greifbaren und dem Ungreifbaren und lädt die Betrachter ein, sich durch das Bild zu bewegen und sich vom Licht leiten zu lassen.
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