Luna Vaz und das Selbstporträt Alles begann in ihrem Jugendzimmer. Die in einer instabilen Spalte gestapelte Enzyklopädie dient als Fotoständer. Die Tapete mit blauen Wolken, Dekor. Eine ausgewogene Spiegelreflexkamera wartet auf ihre Veröffentlichung, während sie die Positionen vor ihrem Spiegel wiederholt. Keuchen hin und her hinter und vor der Linse. Pose während des Countdowns. Und fang von vorne an. Fieberhafte Entwicklungserwartung. Und dann sehen Sie endlich, in das Material eingeschrieben, den Beweis seiner Existenz. 25 Jahre später, wenn sich die Betriebsart kaum geändert hat, wurde die Technik verfeinert, insbesondere durch die Anpassung der alten Objektive an eine Digitalkamera. Für ihre Serie Bordel Sans Nom komponiert Luna Vaz eine Ästhetik des Extrems: einen Rumpfkörper mit unsichtbaren Beinen und dennoch stehend. Ohne Gesicht. Konturen verschmolzen mit dem Dekor, als wollten sie das Fleisch und seine unbeschreibliche Wahrheit erweichen. Luna Vaz erforscht ihren Körper und zeigt ihn in Fotografie, Zeichnung, Tanz, Video oder sogar in ihren Texten. Seine Website zeugt von der Vielfalt seiner Produktionen.
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