Bronzeskulpturen
Guillermo Silva Santamaría (7. Juni 1921 – 29. Juni 2007) war ein kolumbianischer surrealistischer Maler, Grafiker und Bildhauer, der für seine außergewöhnliche Beherrschung des Tiefdrucks und seine Werke mit lebendigen Farben und mittelalterlichen Themen bekannt war. Er wurde in Bogotá geboren und begann seine künstlerische Ausbildung 1937 in Paris unter der Anleitung des französischen Meisters Pierre Daguet, wobei er einen von Van Gogh beeinflussten impressionistischen Stil annahm. Als er 1939 nach Kolumbien zurückkehrte, gründete er 1949 zusammen mit dem französischen Künstler Jean Crotti die erste Glasmalereiwerkstatt des Landes. 1950 unterrichtete er an der Schule der Schönen Künste in Bogotá.
1956 zog Silva Santamaría nach Mexiko, um an der Escuela Nacional de Pintura, Escultura y Grabado „La Esmeralda“ bei Isidoro Ocampo Druckgrafik zu studieren. Im folgenden Jahr perfektionierte er seine Drucktechniken an der Washington University in St. Louis, Missouri. Seine oft satirischen Werke thematisieren soziale Realitäten durch die Darstellung mittelalterlicher Ritter und absurder Schlachten und erforschen die Absurdität des Krieges mit fantastischen Designs und innovativen Druckverfahren.
Silva Santamaría hat auf vier Kontinenten ausgestellt, unter anderem im Museum of Modern Art in Bogota, im Museum of Fine Arts in Boston, im Brooklyn Museum, im Museum of Modern Art in New York und im Philadelphia Museum of Art. Er lehrte außerdem an der Iberoamerikanischen Universität und der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko und bildete eine ganze Generation von Graveuren in Mexiko-Stadt aus.
In den 1980er Jahren verbrachte er ein Jahrzehnt in Indien, wo er Yoga studierte, kehrte dann nach Europa zurück und ließ sich im spanischen Málaga nieder, wo er weiterhin malte und sich auch der Bildhauerei widmete. Ab 1993 verbrachte er seine Sommer in Norwegen und stellte dort regelmäßig seine Werke aus. Guillermo Silva Santamaría starb am 29. Juni 2007 in der Nähe von Roenland, Norwegen.
Seine Werke befinden sich in renommierten Sammlungen wie dem Brooklyn Museum, das seinen Druck „Medieval Combats“ aus dem Jahr 1960 besitzt, was sein Interesse an mittelalterlichen Themen und seine Beherrschung der Drucktechniken verdeutlicht.
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