Rinat Voligamsi
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Rinat Voligamsi

Russland • 1968

Biografie

Rinat Voligamsi, mit bürgerlichem Namen Rinat Fazletdinovich Ismagilov, ist ein russischer Künstler, der am 6. März 1968 in Yermolaevo in der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik Baschkortostan geboren wurde. Schon in jungen Jahren zeigte er großes Interesse an der Malerei. Im Jahr 1989 schloss er sein Architekturstudium an der Staatlichen Erdöltechnologischen Universität Ufa ab. Nach einer kurzen Dienstzeit in der Roten Armee im Jahr 1988 nahm er sein Studium wieder auf und begann, seine Arbeiten auszustellen. 1994 erhielt er für seinen künstlerischen Beitrag den Staatspreis der Russischen Föderation. Seit 2000 ist er Mitglied der Union der Künstler Russlands. 2014 wurde Voligamsi mit dem Repin-Preis ausgezeichnet und für den Kandinsky-Preis nominiert.

Voligamsis Stil schwankt zwischen Surrealismus und Fotorealismus und lässt sich oft von Fotografien und Ikonografien aus alten sowjetischen Zeitungen inspirieren. Sein kreativer Prozess besteht darin, Fotografien zu studieren, die mit dem Thema in Zusammenhang stehen, das er darstellen möchte, und dann aus der Erinnerung zu malen, wodurch er Werke schafft, die die Grenze zwischen Realität und Absurdität ausloten. Er beschreibt seine Arbeit als humorvoll und versucht, ein prekäres Gleichgewicht zwischen „Rationalität und völligem Wahnsinn“ zu finden.

Zu den bemerkenswerten Serien gehört „Inoffizielles Album“ (2006), eine fiktive Nacherzählung des Lebens von Wladimir Lenin, in der er einen Zwillingsbruder namens Sergei hat und sich nach 1924 für ein Leben als Muslim entscheidet. Die Serien „Schnee“ (2011–2013) und „Die Bedingungen des Winters“ behandeln Themen des russischen Winters und des Überlebens von Soldaten unter extremen Bedingungen. 2018 präsentierte er „Dvoegorsk“, eine Serie, die sich um die gleichnamige fiktive Stadt dreht.

Voligamsis Werke sind in den ständigen Sammlungen mehrerer renommierter Institutionen enthalten, darunter das Russische Museum in St. Petersburg, das Moskauer Museum für Moderne Kunst, das Erarta-Museum in St. Petersburg, das M.A.-Vrubel-Museum der Schönen Künste in Omsk und das Krasnojarsker Museumszentrum.

Voligamsi hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen sowohl in Russland als auch international teilgenommen. Im Jahr 2011 wurde seine Ausstellung „The Conditions of Winter“ in der Erarta-Galerie in London präsentiert und veranschaulichte seine Fähigkeit, Realismus und Surrealismus zu verschmelzen. Im Jahr 2014 wurde er für den Kandinsky-Preis nominiert und gewann den Repin-Preis, wodurch er seinen Ruf in der zeitgenössischen Kunstszene festigte.

Derzeit lebt und arbeitet Rinat Voligamsi in Ufa und setzt ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Themen des kollektiven Gedächtnisses, der sowjetischen Geschichte und der menschlichen Existenz fort.

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