Andi Kacziba wurde 1974 in Ungarn geboren und schloss ihr Studium am Casus Kortárs Müvészeti Kollégium in Budapest und später am European Institute of Design in Mailand und Venedig ab. Seit 1997 lebt Andi Kacziba in Italien, wo sie als Model arbeitete und sich später der Fotografie widmete. Ihre ersten Werkzyklen drücken durch das mühsame manuelle Weben von Seilen die Stärke, Zähigkeit und Ausdauerfähigkeit von Frauen aus, die, von den feministischen Bewegungen der 1960er und 1970er Jahre getäuscht, endlich die gleichen Rechte und die gleiche Würde erlangt hätten, die ihnen zustehen und für die sie leidenschaftlich gekämpft haben, sich heute in der zeitgenössischen westlichen Gesellschaft in bloße Statussymbole, Accessoires und Attribute männlicher Eitelkeit verwandelt sehen. Ihre Kunstwerke wurden zu einer Metapher für den täglichen Kampf, dem sich jede Frau im 21. Jahrhundert noch immer stellen muss. Die Wahrnehmung der Rolle eines Künstlers als einer Figur, die sich für einen positiven sozialen Wandel einsetzt, hat Andi Kacziba dazu veranlasst, sich jüngeren Künstlern zu widmen und nach Möglichkeiten zu suchen, ihnen Sichtbarkeit und Wachstum zu bieten, die ihnen vom Mainstream oft verwehrt werden. Zu diesem Zweck war sie 2012 eine der Gründerinnen der Cramum Association, deren Präsidentin sie bis 2016 war, produzierte vier Ausgaben des Cramum Award und war Co-Kuratorin einer Vielzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen.Andi Kacziba hat ihre Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, an der Ungarischen Akademie in Rom, im Studio Museo Francesco Messina in Mailand, im Städtischen Museum Pier Alessandro Garda in Ivrea, am Italienischen Kulturinstitut in Budapest und am Italienischen Kulturinstitut in Mexiko-Stadt.
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