Eric Kennington
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Eric Kennington

Vereinigtes Königreich • 1888 - 1960

Biografie

Eric Henri Kennington (12. März 1888 – 13. April 1960) war ein britischer Bildhauer, Maler und Illustrator, der für seine Rolle als offizieller Kriegskünstler in beiden Weltkriegen bekannt war. Er wurde in Chelsea, London, als Sohn des Malers Thomas Benjamin Kennington geboren, einem Gründungsmitglied des New English Art Club. Er studierte an der St. Paul's School und anschließend an der Lambeth School of Art. Ab 1908 stellte er an der Royal Academy aus und präsentierte 1914 der International Society eine Reihe von Gemälden und Zeichnungen von Straßenhändlern, was ihm die Eröffnung eines Ateliers in der Kensington High Street ermöglichte.

Im August 1914 trat Kennington dem 13. Bataillon des London Regiments bei und kämpfte an der Westfront. Im Januar 1915 wurde er verwundet und nach England repatriiert. Während seiner Genesung schuf er „The Kensingtons at Laventie“, ein Gemälde seines Infanteriezuges, das für seine ergreifende Darstellung der erschöpften Soldaten gelobt wurde. Im Jahr 1917 wurde er offizieller Kriegskünstler des Informationsministeriums und schuf rund 170 Werke, hauptsächlich Soldatenporträts. Seine Arbeiten wurden 1918 auf der Ausstellung „The British Soldier“ gezeigt.

Nach dem Krieg traf Kennington T. E. Lawrence und illustrierte dessen Buch „Die sieben Säulen der Weisheit“. Er begann auch mit Bildhauerei zu experimentieren und schuf bemerkenswerte Werke wie das 24th Division Memorial im Battersea Park im Jahr 1924 und eine Statue von Thomas Hardy, die 1931 in Dorchester enthüllt wurde. Außerdem schuf er eine Steinstatue von T.E. Lawrence für die St. Martin's Church in Wareham zwischen 1937 und 1939.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Kennington erneut zum offiziellen Kriegskünstler ernannt, diesmal für das Luftfahrtministerium. Er fertigte zahlreiche Porträts von Piloten und Besatzungsmitgliedern der Royal Air Force an und hielt darin die Widerstandsfähigkeit und den Mut der Flieger fest. 1942 wurden 52 seiner Porträts im Buch „Drawing the RAF“ veröffentlicht.

Nach dem Krieg arbeitete Kennington weiterhin an Auftragsarbeiten für Skulpturen und Porträts. 1951 wurde er Associate der Royal Academy und 1959 zum ordentlichen Mitglied der Akademie gewählt. Er starb am 13. April 1960 in Reading, Berkshire, und wurde in Checkendon, Oxfordshire, begraben.

Kenningtons Werke befinden sich in renommierten Sammlungen, darunter der Tate Britain und der National Portrait Gallery. Sein künstlerisches Erbe ist nach wie vor ein bedeutender Beitrag zur britischen Kunst des 20. Jahrhunderts, insbesondere aufgrund seiner ergreifenden Darstellungen der Realität des Krieges und seiner ausdrucksstarken Porträts.









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