Bronzeskulpturen
Richard Di Rosa, genannt Buddy, wurde 1963 in Sète geboren und ist ein bedeutender französischer Bildhauer und Vertreter der Figuration Libre, einer französischen Kunstbewegung, die Anfang der 1980er-Jahre unter anderem mit Robert Combas, Hervé Di Rosa, Rémi Blanchard und François Boisrond verbunden war. Als Autodidakt ist Richard Di Rosa der wichtigste Bildhauer innerhalb dieser Bewegung. Seine Kunst verbindet eine freie, spielerische Bildsprache mit Einflüssen aus Comics, Rockmusik, Populärkultur und Graffiti.
Der Name „Buddy“ verweist auf den amerikanischen Musiker Buddy Holly und macht die zentrale Bedeutung der Musik in seinem künstlerischen Universum sichtbar. Richard Di Rosa studierte Klavier und Schlagzeug am Konservatorium von Sète und gründete gemeinsam mit Robert Combas und Ketty Brindel die Gruppe Les Démodés. Musik bleibt ein wesentlicher Bestandteil seiner künstlerischen Identität.
Seit 1982 entwickelt Di Rosa eine eigenständige Bildhauersprache, indem er Figuren seines Bruders Hervé Di Rosa in dreidimensionale Formen überträgt. Daraus entsteht eine Welt anthropomorpher Figuren und Wesen, die er als „Diromythologische“ Kreaturen bezeichnet. Seine Skulpturen zeichnen sich durch runde Formen, spielerische Figuren und eine intensive Farbigkeit aus. Eine besondere Bedeutung besitzt der weibliche Körper, insbesondere die Darstellung der afrikanischen Frau.
Zu seinen Inspirationsquellen gehören Art Brut, primitive Skulpturen, afrikanische Objekte und Rockmusik. Die Auseinandersetzung mit dem Material bildet einen zentralen Bestandteil seines Schaffens: Erde, Bronze und Metall eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten der plastischen Gestaltung. Gleichzeitig zeigen seine Figuren formale Verbindungen zu Joan Miró und Max Ernst, insbesondere durch organische Formen, fantastische Wesen und einen spielerischen Umgang mit der Figur.
Seine Karriere entwickelte sich früh international. Nach ersten Skulpturausstellungen in Paris 1982 wurden seine Arbeiten 1983 in New York gemeinsam mit seinem Bruder und Futura 2000 präsentiert. Zu den dokumentierten Ausstellungen gehören „Les Aventures d'Hervé et Richard Di Rosa“ im Groninger Museum in Groningen 1986 und „Viva Di Rosa“ im Musée des Enfants des Musée d'Art moderne de la Ville de Paris 1988. 2002 wurden seine Arbeiten in der Maison des Arts de Malakoff und im Musée Paul Valéry in Sète gezeigt. Im Mai 2008 widmete ihm die Villa Tamaris in La Seyne-sur-Mer eine Retrospektive über fünfundzwanzig Jahre künstlerischer Tätigkeit.
Seine Arbeiten befinden sich unter anderem in Institutionen wie der Cité de la musique in Paris und dem Musée Paul Valéry in Sète. 1989 eröffneten Richard und Hervé Di Rosa in Paris die Galerie de l'Art Modeste und entwickelten damit einen Ort für eine zugängliche und konventionsfreie Kunstauffassung. 2021 wurde Richard Di Rosa zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt.
Richard Di Rosa nimmt damit eine besondere Position in der französischen zeitgenössischen Kunst ein. Seine zeitgenössischen Skulpturen verbinden Figuration Libre, Populärkultur, afrikanische Einflüsse und Musik. Mit Materialien wie Erde, Bronze, Metall, Polyester und Harz entwickelt er ein farbenfrohes und fantasievolles Universum, in dem Figur und Material zu einer eigenständigen visuellen Sprache werden.
Nationalität
Medium
Künstlerische Bewegungen
Thema
524 anhänger
2563 anhänger
291 anhänger
284 anhänger
611 anhänger
318 anhänger
433 anhänger
Entdecken Sie weitere Werkauswahlen
Wählen Sie Ihre Einstellungen aus.
The best
of art, online
ANMELDEN - REGISTRIEREN
Passwort vergessen?
Keine Sorge! Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein. Dann bekommen Sie eine E-Mail, um Ihr Passwort zurückzusetzen.
RückgabeLaden Sie ein Bild hoch und entdecken Sie ähnliche Werke auf Artsper