Bronzeskulpturen
Nurcan Giz ist eine türkische Malerin, die 1952 in Istanbul geboren wurde und für ihre Werke der zeitgenössischen abstrakten Malerei bekannt ist, in der lyrische Abstraktion, Materie, Licht und gestische Ausdrucksweise zusammentreffen. Nach psychologischen Studien an der Universität Istanbul zieht sie in die Schweiz, um an der École des Arts Décoratifs in Genf eine künstlerische Ausbildung zu absolvieren. Dieser Doppelweg, der geisteswissenschaften und bildende Kunst verbindet, nährt ein tief introspektives Werk, in dem die Malerei zu einem Raum der Reflexion über Erinnerung, Emotionen und die unsichtbaren Kräfte wird, die die menschliche Erfahrung formen.
Seit den 1990er Jahren entwickelt Nurcan Giz eine persönliche malerische Sprache, befreit von den traditionellen Codes der Darstellung. Klar auf die nicht-figurative Malerei ausgerichtet, bevorzugt sie einen intuitiven Ansatz, bei dem Formen schrittweise aus der Materie entstehen. Ihre Arbeit basiert auf großen Farbfeldern, Impasto, Transparenzen, Kratzern, Farbaufläufen und Überlagerungen, die eine permanente Spannung zwischen Konstruktion und Spontaneität offenbaren. Ihre Palette, bewusst eingeschränkt, wird von Schwarz, Braun, Ocker, Beige und bläulichen Grautönen dominiert, wodurch stille Atmosphären entstehen, in denen das Licht aus der Leinwand selbst zu entstehen scheint. Kunstkritiker wie Lidya Harambourg, Jean Libis und François Arné betonen die meditative Dimension ihres Werkes, das durch ein subtiles Gleichgewicht zwischen scheinbarer Ruhe und innerer Energie gekennzeichnet ist.
Arbeitend hauptsächlich mit Öl auf Leinwand, konstruiert Nurcan Giz ihre Kompositionen ohne vorherige Skizze und lässt den kreativen Prozess das Entstehen der Formen leiten. Die Künstlerin selbst spricht von einer Praxis, die auf dem Zuhören ihrer inneren Welt basiert, in der persönliche oder kollektive Ereignisse unbewusst den Entstehung der Bilder beeinflussen können. Diese ständige Suche nach dem Wesentlichen verankert ihre Arbeit in einer Reflexion über den Dialog zwischen Schatten und Licht, Leere und Materie, Erinnerung und Zeit, während sie dem Betrachter eine große Interpretationsfreiheit lässt.
Seit 1996 vertreten durch die Galerie GNG in Paris, hat Nurcan Giz in zahlreichen Städten und Institutionen international ausgestellt, insbesondere in Genf, Istanbul, Ankara, Izmir, Amsterdam, Den Haag, Berlin, Wien, New York, Paris und Karlsruhe. Zu ihren bemerkenswerten Ausstellungen gehören Espace des Blancs-Manteaux (Paris, 2005), der Salon d'Angers "Triptyque" (2007), L'Orangerie du Sénat (Paris, 2012), das Musée de Tessé in Le Mans (2014), das Château-Musée Grimaldi in Haut-de-Cagnes (2014) sowie mehrere persönliche Ausstellungen in der Galerie GNG, darunter jene von 2022 und 2026, die ihren neuen Forschungsansätzen in der Abstraktion gewidmet sind. Ein eines ihrer Werke wurde vom FIAA – Fonds International d'Art Actuel erworben. Durch ein anspruchsvolles Werk, in dem Abstraktion, malerische Materie, Licht, zeitgenössische Malerei, lyrischer Ausdruck und Emotionen ständig miteinander dialogisieren, etabliert sich Nurcan Giz heute als eine bedeutende Figur der zeitgenössischen abstrakten Malerei.
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