Bronzeskulpturen
Der Fauvismus gilt als eine der ersten großen Umbruchbewegungen der modernen Kunst. Er entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Frankreich rund um eine kleine Gruppe von Künstlern, die reine Farbe – befreit von jeder beschreibenden Funktion – zum grundlegenden Prinzip ihres Schaffens machten.
Erstmals wurde die Bewegung 1905 auf dem Herbstsalon vorgestellt, wo der Kunstkritiker Louis Vauxcelles diese Künstler aufgrund der intensiven Farbgewalt ihrer Werke ironisch als „Fauves“ („wilde Tiere“) bezeichnete. Zu den Vertretern gehörten Künstler wie Henri Matisse, André Derain, Maurice de Vlaminck und Raoul Dufy. Sie waren durch die gemeinsame Überzeugung verbunden, dass Farbe sich von ihrer beschreibenden Funktion lösen und zu einer eigenständigen Sprache der Emotion und visuellen Energie werden sollte.
Beeinflusst von den chromatischen Forschungen von Paul Cézanne, Paul Gauguin und Vincent van Gogh, deren Arbeiten den Weg für eine Malerei der Empfindung statt der Nachahmung bereitet hatten, führte der Fauvismus diese Befreiung zu ihrem radikalsten Ausdruck. Leuchtende, ungemischte Farben wurden direkt auf die Leinwand aufgetragen, in Kompositionen, in denen Linie und Form zugunsten einer bisher unbekannten Farbintensität zurücktraten.
Obwohl die Bewegung nur wenige Jahre bestand, bevor ihre Mitglieder individuelle Wege einschlugen, war ihr Einfluss auf die Kunst des 20. Jahrhunderts enorm. Sie ebnete den Weg für den Expressionismus, die lyrische Abstraktion und zahlreiche Strömungen, die Farbe als zentrales Experimentierfeld betrachteten.
Auf Artsper vereint diese Auswahl zeitgenössische Werke, die dieses fauvistische Erbe fortführen – zwischen farblicher Intensität, kompositorischer Freiheit und der Feier der Farbe als eigenständige Bildsprache.
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