Aloise Corbaz
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Aloise Corbaz

Schweiz • 1886 - 1964

Biografie

Aloïse Corbaz (1886–1964) war eine Schweizer Künstlerin, die für ihre bedeutenden Beiträge zur Art Brut bekannt ist. Sie wurde in Lausanne geboren und erlebte eine turbulente Kindheit, geprägt vom Verlust ihrer Mutter und einer Reihe von emotionalen Kämpfen. Nachdem sie versucht hatte, eine Karriere als Sängerin zu verfolgen, arbeitete sie in verschiedenen Berufen, bevor sie aufgrund von psychischen Problemen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Corbaz verbrachte die letzten Jahre ihres Lebens in psychiatrischen Einrichtungen, wo sie begann, Kunst mit Materialien wie Bleistiften, Farbstiften und Gouache zu schaffen.

Corbaz' Werke zeichnen sich durch lebendige, detaillierte Zeichnungen und Gemälde aus, die oft Themen wie Liebe, Theater, Oper und Religion behandeln. Sie stellte häufig historische oder fiktive Figuren mit übertriebenen blauen Augen dar und schuf großflächige Kompositionen, indem sie Blätter Papier zusammenfügte. Ihre Werke vereinen Symbolismus mit persönlichen Erzählungen und spiegeln ihre emotionalen und spirituellen Kämpfe wider. Die Künstlerin integrierte auch Collage-Elemente aus Zeitschriften und Zeitungen in ihre Kreationen.

Ihr Werk wurde erstmals von Jean Dubuffet, einer Schlüsselgestalt der Art Brut-Bewegung, anerkannt, der ihre Arbeiten in seine Sammlung aufnahm. Corbaz' Werke wurden in wichtigen Institutionen wie der Collection de l'Art Brut in Lausanne und dem Kunstmuseum in Solothurn ausgestellt. Ihr Erbe wächst weiter, mit Retrospektiven wie der Ausstellung von 2012 "Aloïse. Le ricochet solaire", die ihren Platz als wichtige Figur in der Outsider-Kunst festigte.

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