Der aus Taiwan stammende Kevin Yu ist ein 1956 geborener Künstler. Als Absolvent der Nationalen Akademie der Künste in seiner Heimatstadt fuhr er an der ENSBA in Paris fort. Er lebt und arbeitet seit 1981 in Paris. Seine Bildarbeit basiert auf dem Kontrast, der zwischen Fernost und Frankreich herrscht. Das Nebeneinander von Oberflächen, Materialien und unterschiedlichen Farben metaphorisiert diese fühlbare Lücke. Mit Subtilität und Akribie überlagert der Künstler verschiedene Schichten vor dem Hintergrund geometrischer Ästhetik in der Tradition von Piet Mondrian und Cuzanne, zwei behaupteten Einflüssen. Unter einem Gemälde der Leere setzen seine Leinwände weiße oder rote Quadrate zusammen, indem sie den Punkt des Bruchs, der Schöpfung oder des Ursprungs untersuchen. Kevin Yu stellt eine formale Verbindung zwischen traditioneller chinesischer Malerei und der Moderne der westlichen Abstraktion her. In ihrer Arbeit finden sich zahlreiche Hinweise auf Mutter und Zeit, Symbole für einen Ort der Versöhnung und Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit, hier und anderswo. Der Künstler bezeichnet seine Arbeit als „privates Tagebuch“, nicht narrativ, im Geiste der Geometrie aus dem Blickwinkel einer zurückhaltenden Lyrik.
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