Ronja Schlickmann wurde 1988 in Hamburg geboren. Nach seinem Studium am Camberwell College of Art in London und an der ESA le 75 in Brüssel schrieb sich Ronja Schlickmann an der Royal Academy of Fine Arts ein. Der rote Faden seiner künstlerischen Forschung ist aus der Begegnung zweier Extreme gewebt: des Zufälligen und des Konstruierten. Das Zufällige ist mit dem Instinkt verbunden, mit dem Unbewussten. Es manifestiert sich in Form von Drucken aus verschiedenen Materialien, verschiedenen Alltagsgegenständen. Durch den Abdruck hinterlassen diese Objekte eine Spur ihrer Existenz. Andererseits arbeitet sie an dem Konstrukt, das Bewusstsein und Argumentation erfordert. Das Konstrukt wird durch die Auswahl der Abformanordnung gezeigt; eine Auswahl basierend auf Richtlinien, die eine Erweiterung erfordern. Dies zeigt sich auch in der Einführung geometrischer Formen, die die Abdrücke strukturieren. Der Dialog zwischen diesen Extremen schafft Materialien, die die Fantasie anregen, einzigartige Formen und Figuren entstehen zu lassen, die für jede Person spezifisch sind. Das Bild dessen, was durch die Abdrücke und die manchmal physische Zersetzung des Mediums gegeben wurde, treibt uns zu einer phantasierten Lesart, einer Interpretation, bei der das Reale und das Imaginäre wie Matriochkas zusammenpassen. Ronja Schlickmann gewann 2015 den Godecharle-Preis (BE) in der Skulpturenabteilung.
Mehr lesen