Oana Cosug wurde 1979 in Rumänien geboren. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste in Bukarest und an der Royal Academy of Fine Arts in Brüssel. Sie lebt und arbeitet in Brüssel. Das Zeichnen ist für Oana Cosug das Untersuchungsgebiet, das es ihr ermöglicht, Fantasien freizugeben und zu aktivieren. Seine Funktion besteht nicht darin, die sichtbare Tatsache darzustellen, sondern sich ein Unwahrscheinliches vorzustellen, es ruft die Ängste und Faszinationen des Begehrens hervor. Die figurative Herangehensweise an das Thema, kombiniert mit einem abstrakten, geometrischen und launischen Linienspiel, hat beim Betrachter die Aufgabe, mehrere Rätsel zu lösen. Oana Cosug drückt in ihren Zeichnungen einen Eindruck von Angst aus und beseitigt die Gewissheit der Realität. Die Porträts sind nicht identifizierbar. Die Hände scheinen herumzuschnüffeln, wer weiß was, endlos zu experimentieren, nach einem undefinierbaren Raum zu suchen. Zeichnen ist für sie eine Möglichkeit, vergängliche, kurzlebige und oft zufällige oder unbedeutende Bilder wiederzuverwenden, da dieses Medium Zeit und Energie erfordert. Es kommen Bilder zu ihr, die sie notiert, die ihre Lesarten beeinflussen und die Kunstgeschichte durchziehen. Sie ernährt sich davon und versucht, es sich zu eigen zu machen, was zu einer sich entwickelnden Geschichte wird. Mit Humor und Ironie als Form des poetischen Konzeptualismus wollen seine Zeichnungen den Betrachter in eine Welt der Fantasie entführen, in der sich die Absurditätsregeln auf Ereignisse beziehen, deren Sensibilität ebenso spirituell wie sarkastisch ist.
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