Das in den 1970er-Jahren entstandene Street-Art-Design zählt zu den bedeutendsten Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst, da es die visuellen Codes der urbanen Kunst—Graffiti, Schablonentechnik, Typografie und Pop-Ästhetik—in den Bereich funktionaler Objekte und Möbel überträgt.
Entstanden aus der Begegnung von Street Culture und Kreativindustrie, steht diese Bewegung in der größeren Entwicklung des Street Art, das sich allmählich von den Wänden in Galerien, private Sammlungen und heute in alltägliche Wohnräume verlagert hat.
Umgestaltete Möbel, individuell gestaltete Objekte, funktionale Skulpturen oder hybride Kunst-Design-Stücke tragen so die grafische Handschrift urbaner Künstler, die ihre charakteristische visuelle Sprache auf unerwartete Träger übertragen: gesättigte Farbflächen, stilisierte Schriftzüge, Popkultur-Figuren oder von der Schablonentechnik inspirierte geometrische Muster.
Dieser Ansatz verwischt bewusst die Grenzen zwischen Kunstwerk und Gebrauchsobjekt, zwischen Unikat und Serienproduktion und hinterfragt zugleich die Begriffe von Wert, Authentizität und Funktion in der zeitgenössischen Kunst.
Auf Artsper vereint diese Auswahl Werke, in denen Design und Street Art eng miteinander verbunden sind, und zeigt die Fähigkeit einer in der Straße entstandenen Bildsprache, sich im Alltag neu zu erfinden.